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Kommt de Ligt?

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Wird Matthijs de Ligt von Juventus Turin neuer Abwehrchef des FC Bayern? © IMAGO

Katar, de Ligt, Lewandowski, Gnabry, Laimer: Auf die Bosse von Bayern München wartet im Sommer noch jede Menge Arbeit.

Bisher, lobte selbst Chefkritiker Lothar Matthäus, habe Hasan Salihamidzic »in der Einkaufs- und Verkaufspolitik eine ganz starke Performance« hingelegt. Und der nächste Millionen-Coup steht beim FC Bayern angeblich bevor: Abwehrstar Matthijs de Ligt von Juventus Turin soll nach München wechseln. Für Sportvorstand Salihamidzic, aber auch Vorstandschef Oliver Kahn wird es so oder so ein heißer (Transfer-)Sommer: Neben de Ligt gibt es in Torjäger Robert Lewandowski, Serge Gnabry und Konrad Laimer weitere ungeklärte Personalien. Dazukommt das umstrittene Thema Katar-Sponsoring.

Im Vordergrund bei den Bayern steht aber zunächst die Kaderplanung. Und da deutet sich nach dem Wechsel von Superstar Sadio Mané (FC Liverpool) der nächste Hammer an. Laut Sky hat Salihamidzic schon Kontakt zu Juve wegen des Niederländers de Ligt aufgenommen. Der 22-Jährige hat zudem nach Medien-Informationen bereits sein Interesse an einem Wechsel zu den Bayern hinterlegt. Knackpunkt: De Ligt, dessen Vertrag noch bis 2024 läuft, besitzt eine festgeschriebene Ablöse von 120 Millionen Euro. Juve soll ab 80 Millionen gesprächsbereit sein. Für den FC Chelsea, der de Ligt auch gerne verpflichten würde, kein Problem.

Schwer vorstellbar ist aber, dass die Bayern so eine Summe zahlen würden. Zumal Präsident Herbert Hainer immer wieder über Umsatzeinbußen von rund 150 Millionen Euro durch die Pandemie geklagt hatte. Deshalb könnte laut Sky der Münchner Weltmeister Benjamin Pavard zum Tauschobjekt werden. Dem Franzosen traut Bayern-Trainer Julian Nagelsmann die Rolle als Abwehrchef offenbar genauso wenig zu wie Lucas Hernandez oder Dayot Upamecano, der neue Boss der Kette soll deshalb der bei Ajax Amsterdam ausgebildete de Ligt werden.

Geld könnte auch durch einen Verkauf des wechselwilligen Lewandowski nach Barcelona in die Münchner Kasse kommen. Doch im Poker um die sportliche Zukunft des Torgaranten sind die Fronten seit Wochen massiv verhärtet. Offen ist weiterhin auch die Zukunft von Gnabry, der seinen 2023 auslaufenden Vertrag bisher nicht verlängert hat. Auf der Einkaufsliste der Bayern stehen indes der Leipziger Laimer und Sturmjuwel Mathys Tel (17) von Stade Rennes. Vor allem bei Laimer geht es um die Ablöse, RB fordert angeblich 30 Millionen.

Doch damit nicht genug der Probleme für die Bosse: Am Montag mussten Kahn und Hainer einmal mehr die Partnerschaft mit Qatar Airways bei einem runden Tisch verteidigen. »Wenn da keine rote Linie erreicht ist für eine Werbepartnerschaft, wo gibt es dann überhaupt noch eine rote Linie für den FC Bayern?«, fragte Mitglied Michael Ott.

Mehr als drei Viertel der Teilnehmer einer Fan-Umfrage würden eine Fortführung des Vertrags ablehnen, hieß es. Für die Bayern ist ein Ende des Vertrages aber weiter kein Thema. »Nur durch Hinschauen und Dialog werden Verbesserungen angestoßen«, sagte Hainer. In Katar, so Kahn, »bewegt sich einiges«.

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