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»Laufen, kratzen, beißen!«

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(sid/dpa), Fredi Bobic hat noch Hoffnung. Wieder steckt Hertha BSC im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga anstatt oben anzugreifen, doch der Sport-Geschäftsführer lässt sich nicht beirren. »Der Kurs wird trotzdem bleiben, dass wir im Mittelfeld gesichert abschließen wollen«, so Bobic. Dafür lotste er im Winter nicht nur vier Neue an die Spree, der Hertha-Boss nahm auch die Mannschaft vor dem richtungsweisenden Heimspiel gegen den VfL Bochum am heutigen Freitag (20.

30 Uhr/DAZN) in die Pflicht. »Wir haben 14 Spiele. Wir sollten wirklich alles daransetzen, am Freitag gegen Bochum auch zu gewinnen«, sagte Bobic im vereinseigenen Podcast.

Mehr noch: Im Spiel darauf beim zweiten Aufsteiger und Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth am 12. Februar solle Hertha »natürlich auch punkten«. Denn die Ausgangslage ist heikel. Durch zuletzt drei Spiele ohne Sieg ist Hertha unten reingerutscht. Bei 22 Punkten trennen die Berliner nur drei Zähler vom FC Augsburg auf Relegationsrang 16. Die Devise formulierte Herthas Hinspiel-Doppeltorschütze Suat Serdar: »Laufen, kratzen, beißen!«

Hertha paart gute Momente mit hanebüchenen Individualpatzern. »Die Mannschaft muss sich zusammenraufen. Es ist wirklich erstaunlich, wie wir manchmal uns selbst schlagen«, stellte Bobic fest und sprach damit wohl auch den Hertha-Fans aus der Seele, die ihrem Unmut über die sportliche Lage erst kürzlich geräuschvoll Gehör verschafft hatten. Nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Union Berlin am 19. Januar störten Ultras drei Tage später ein nicht öffentliches Training. Der Klub wollte dafür eine Entschuldigung, die Fans lehnten ab und Hertha kündigte die Prüfung rechtlicher Schritte an. Es war ein Symbol für die angespannte Stimmung in Berlin. Siege beschwichtigen bekanntlich am besten. Daher verstärkte Bobic im Winterfenster gerade die anfällige Abwehr (42 Gegentore). Der Wetterauer Marc Oliver Kempf vom VfB Stuttgart gilt dabei als Soforthilfe für die Zentrale.

»Dass wir zu diesem Zeitpunkt vor Hertha stehen, hätte wohl auch nicht jeder gedacht«, betonte Bochums Trainer Thomas Reis und kündigte an: »Wir wollen mutig sein, unsere Chancen nutzen, aktiv sein.« Er muss aber auf Kapitän Anthony Losilla verzichten (positiver Corona-Test). »Das Herzstück« fehle damit der Mannschaft, betonte Reis.

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