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Leipzig kämpft ums Double

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Diesmal soll es klappen für RB Leipzig. Im vergangenen Jahr durfte Emil Forsberg nach der 1:4-Finalniederlage gegen Dortmund den Pokal nicht in die Höhe reißen. © IMAGO

(sid). Das Double für RB Leipzig oder das Endspiel in der eigenen Stadt für Union Berlin: Für einen der beiden formstarken Bundesligisten endet im Halbfinale des DFB-Pokals am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) ein großer Traum.

RB tritt in der ausverkauften Leipziger Red-Bull-Arena als Favorit an - und gilt auch als erster Anwärter auf den Triumph am 21. Mai in Berlin. Trainer Domenico Tedesco will davon trotz zuletzt 14 Spielen ohne Niederlage jedoch nichts wissen. »Ich versteh’s ja. Es ist ein gefundenes Fressen«, sagte Tedesco am Dienstag. Man könne jedoch die Tabellenkonstellation entgegnen. Union stehe als Sechster der Bundesliga schließlich »nicht umsonst da, wo sie sind«.

Gegen eine »sehr, sehr stabile Mannschaft« aus Berlin ist die Zielstellung dennoch klar. Zum dritten Mal in vier Jahren kann der Vizemeister ins Endspiel einziehen. 2019 gegen Bayern München (0:3) und im Vorjahr gegen Borussia Dortmund (1:4) hatten die Sachsen die Chance auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte klar vergeben.

Dieser ist in diesem Jahr greifbarer denn je - nicht nur, weil die beiden Liga-Schwergewichte längst ausgeschieden sind. RB kämpft gegen Union auch um das Double aus DFB-Pokal und Europa-League-Triumph.

Auch im Europacup steht Leipzig im Halbfinale, trifft dort auf dem Weg zum Endspiel in Sevilla (18. Mai) auf die Glasgow Rangers (28. April/5. Mai). Der Glaube an eine historische Saison ist ungebrochen. Nationalspieler Marcel Halstenberg etwa schätzte den Gewinn beider Pokal-Wettbewerbe im Sky-Interview als »sehr realistisch« ein.

In Berlin sind die Leipziger Ziele bekannt. Ihre Spielstärke ist gefürchtet. Trotz der eigenen Formstärke tritt Union die zweieinhalbstündige Busreise als Underdog an.

»Wir brauchen ein optimales Spiel, um da für die Überraschung zu sorgen«, sagte Trainer Urs Fischer. Mehr noch: Der Einzug in das erste Pokalfinale seit 2001 käme einer »Sensation sehr nah«.

Für diese ließ Fischer im Training eigens das Elfmeterschießen üben - unter möglichst realistischen Voraussetzungen. »Es muss natürlich auch um etwas gehen«, sagte der Schweizer. Als Strafe seien für den Verlierer »Pizza oder Aufräumen sehr beliebt«, so Fischer.

Zum Faustpfand könnten die lautstarken Berliner Anhänger werden. Das offizielle Kontingent von 6300 Tickets für die Gästefans ist ausgeschöpft, es dürften jedoch deutlich mehr Anhänger der Köpenicker den Weg ins Stadion finden.

Davon geht auch RB Leipzig aus. Ein zweites Barcelona, das zuletzt von Fans von Eintracht Frankfurt bloßgestellt worden war, sei aber nicht zu erwarten, versprach ein Klubsprecher.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen: Leipzig: Gulacsi - Simakan, Orban, Gvardiol - Henrichs, Laimer, Kampl, Angelino - Olmo, Nkunku - Silva. / Union Berlin: Rönnow - Jaeckel, Knoche, Baumgartl - Trimmel, Khedira, Gießelmann - Haraguchi, Prömel - Awoniyi, Becker.

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