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Leipzig wittert große Chance

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Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi will mit seinen Kollegen den ersten Titel der Vereinsgeschichte holen. Zunächst muss das RB-Team heute im Viertelfinale in Hannover bestehen. © DPA

Zweimal stand RB Leipzig bislang im DFB-Pokal- Finale, zweimal war man nur zweiter Sieger. Das soll in dieser Saison anders sein, zumal alle Großen nicht mehr im Wettbewerb sind. Ein Selbstläufer wird der erhoffte Pokalsieg aber nicht. Und auch die anderen Klubs sehen ihre große Chance.

Bayern raus, Dortmund raus, Leverkusen raus: Der nächste DFB-Pokalsieger kann nur RB Leipzig heißen. Meinen zumindest viele Fußball-Interessierte. Tatsächlich ist die Chance der Sachsen auf den ersten Titel der jungen Vereinsgeschichte nach dem frühzeitigen Scheitern der bislang saisonbesten Klubs so groß wie nie. Allerdings stehen vor den Sachsen noch mindestens 270 Fußball-Minuten bis zum Triumph. Und die werden nicht einfach, denn auch die vermeintlich Kleinen wittern ihre Chance. Wie zum Beispiel Hannover 96. Am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky/Sport 1) muss RB bei den Niedersachsen antreten.

Gerade dieses Spiel dürfte ein Gradmesser dafür werden, wie groß das Selbstbewusstsein der Leipziger nach den durchaus bemerkenswerten Erfolgen seit der Amtsübernahme von Trainer Domenico Tedesco ist und wie man damit umgeht. »Babelsberg war nicht einfach, Rostock war nicht einfach, Hannover wird gleich gar nicht einfach«, sagte Tedesco am Dienstag. Wohl wissend, wie schwer sich sein Team in den ersten drei Runden gegen unterklassige Mannschaften getan hatte.

Auch Bochum und Freiburg träumen

Und doch wird RB nun als ganz großer Kandidat auf den Pott gehandelt. Auf dem Papier sind es die Leipziger auch. »Auf dem Papier«, bekannte auch Tedesco und verwies schon mal auf die Erfolgsbilanz des kommenden Gegners Hannover 96, seitdem Trainer Christoph Dabrowski die Geschicke lenkt. »Neun Spiele, 17 Punkte. Sie spielen gerade wie ein Erstplatzierter«, sagte Tedesco und lobte die Arbeit des Hannover-Trainers. »Ich möchte sie aber auch nicht wie eine Champions-League-Mannschaft darstellen«, sagte Tedesco und betonte: »Wir nehmen die Favoritenrolle an. Für jeden wäre es ja nun eine Enttäuschung, wenn wir den Pokal nicht holen.«

Aber da sind ja beispielsweise auch noch der VfL Bochum und der SC Freiburg, die heute um 20.45 Uhr (ARD und Sky) aufeinandertreffen. »Wir können mit unseren tollen Fans etwas ganz Großes erreichen und freuen uns darauf«, sagte VfL-Trainer Thomas Reis vor dem Viertelfinale gegen den Bundesliga-Rivalen. Zuletzt war dem Revierklub in der Saison 1987/88 der Einzug ins Halbfinale gelungen. Vor 34 Jahren verlor der VfL erst im Endspiel gegen Eintracht Frankfurt (0:1). Erstmals seit sechs Jahren können die Bochumer wieder im heimischen Stadion ein Pokal-Viertelfinale bestreiten und sind entsprechend motiviert. »Wir haben die Chance, uns einem breiten Publikum zu zeigen und werden unter Flutlicht alles daransetzen, in die Welt zu transportieren, wie hier Fußball gelebt wird«, erklärte Bochums Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz. »Etwas Außergewöhnliches« schaffen will auch Trainer Christian Streich mit seinen Freiburgern, bei denen der Einsatz eines Quartetts wegen Erkältungssymptomen fraglich sei. »Ich möchte die Namen dieser Spieler nicht nennen. Bislang sind alle Corona-Tests negativ ausgefallen«, sagte Streich, der in der Liga die Begegnung in Bochum 1:2 verloren hatte.

Sicher ist, dass mindestens ein Zweitligist ins Halbfinale einziehen wird, denn der Hamburger SV trifft ab 18.30 Uhr (Sky) auf den Zweitliga-Kontrahenten Karlsruher SC.

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