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Lenz drängt in die Startelf

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Christopher Lenz vorne (hinten Jesper Lindström), der hier im Hinrundenspiel den Stuttgarter Wataru Endo attackiert, könnte für die Eintracht heute von Anfang an spielen. © IMAGO

Eintracht Frankfurt muss heute beim VfB Stuttgart die Ausfälle von zwei Stammspielern auffangen. Zwei Rückkehrer und ein Neuer spielen dabei eine große Rolle.

Es war einer der besseren Tage im vergangenen Jahr für den dauerverletzten Fußballer Christopher Lenz, dieser 12. September. Er, der Linksverteidiger, durfte spielen für seinen damals immer noch recht neuen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt, volle 90 Minuten, sogar schmerzfrei. Und Lenz machte seine Sache im Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (1:1) ordentlich, ein solider Auftritt mit vielen Ballaktionen und wenigen Fehlern. Selbst die Ecken und Freistöße seiner Mannschaft durfte er in die Mitte biegen. Lenz schien sich festgekickt zu haben in der ersten Frankfurter Elf. Bis das Seuchenhalbjahr seinen Anfang nahm. Seit dem Stuttgart-Spiel stand der ablösefrei von Union Berlin verpflichtete 27-Jährige nie mehr über die vollen 90 Minuten auf dem Platz.

Erst kämpfte der gebürtige Berliner mit muskulären Problemen im Oberschenkel. Er fiel rund drei Monate aus. Und dann folgte auf ein Kurz-Comeback Mitte Dezember der nächste Rückschlag - eine Wadenblessur. Wieder weg vom Platz, wieder drauf auf die Behandlungsbank. »Für ihn und uns alle ist das natürlich kein zufriedenstellendes Halbjahr gewesen. Wenn du immer wieder Verletzungen hast, dann ist es ein ständiges Auf und Ab deiner Gefühlslage«, äußerte Trainer Oliver Glasner Mitleid mit seinem Schützling. Nun also, am heutigen Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Frankfurter Gastspiel beim - ausgerechnet - VfB Stuttgart, könnte Lenz zurückkehren ins Eintracht-Team. Nach einer guten Leistung im Testspiel gegen Mainz 05 sowie mittlerweile rund zweieinhalb Wochen Mannschaftstraining winkt ihm ein Platz in der Startformation. Filip Kostic, die Stammbesetzung an der äußeren Kreidemarkierung, fällt ja aufgrund eines grippalen Infekts aus. Lenz ist zwar nicht die einzige Option für Kostics Vertretung, in Augsburg Anfang Januar probierte es der Trainer zum Beispiel mit Rechtsfuß Timothy Chandler auf links, Lenz aber gilt als Favorit auf einen Einsatz.

Neben Lenz drängt auch ein weiterer Rückkehrer nach Verletzung in die Anfangself. Jens Petter Hauge könnte den am Oberschenkel verletzten Daichi Kamada im offensiven Mittelfeld ersetzen. Oder aber Trainer Glasner passt sogar das System an, stellt mit Rafael Borré und Goncalo Paciencia zwei echte Stürmer auf, was jedoch eher unwahrscheinlich ist.

Lenz und Hauge anstelle des Topduos Filip Kostic und Daichi Kamada? Denkbar, womöglich sogar die beste zur Verfügung stehende Wahl, aber gewiss eine deutlich schwächere. So könnte im Spielverlauf auch ein ganz Neuer noch gebraucht werden. Ansgar Knauff, geholt im Winter aus Dortmund, hat zumindest allerbeste Erinnerungen an den VfB. In der vergangenen Saison erzielte der flinke Außenspieler sein erstes und bisher einziges Bundesligator. Mit seinem starken rechten Fuß schlenzte er den Ball aus halblinkem Raum ins lange Eck. Der 3:2-Siegtreffer kurz vor Schluss, der für die Borussia durchaus entscheidend war, um am Saisonende an der Eintracht vorbei in die Champions League einzuziehen.

Knauff habe sich gut eingefunden im neuen Umfeld, findet sein Chef Glasner. Der 20-Jährige soll künftig auf rechts mehr Tempo und Offensivkraft ins Frankfurter Spiel bringen. »Er sucht die Tiefe im Spiel, die Räume hinter der Kette«, benennt Glasner die Stärken des Juniorennationalspielers, »und er ist laufstark.«

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