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»Lewa« nervenstark

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Die Erlösung: Robert Lewandowski hat zum 1:0 für Polen getroffen und führt sein Land zur WM. © IMAGO

(sid). Unzählige Elfmeter hat Robert Lewandowski in seiner Karriere bereits geschossen - und doch war dieser »ein schwerer« für den Bayern-Star. »Ich wusste, dass dieser Moment so viel Bedeutung haben würde«, sagte Lewandowski, der mit seinem Treffer Polen den Weg zur WM ebnete. Während der Stürmer einfach nur »stolz und glücklich« war, träumte Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo mit Blick auf die Endrunde in Katar bereits von einem weiteren Titel.

So weit war Lewandowski nach dem 2:0 (0:0) in den Play-offs gegen Schweden noch lange nicht, musste er doch erst einmal seinen Treffer verdauen. »Es war wirklich hart. Ich meine, dieser Druck«, sagte Lewandowski, der sich davon wie so oft aber nicht beirren ließ. Eiskalt verwandelte er den Foulelfmeter (49.) und brachte mit seinem 75. Länderspieltor die polnischen Fans zum Jubeln. Piotr Zielinski (72.) besiegelte wenig später das Aus von Schweden und Zlatan Ibrahimovic.

Dabei seien viele der Spieler vor der entscheidenden Partie verletzt gewesen, erklärte Lewandowski, auch er habe mit Knieproblemen zu kämpfen gehabt. Doch »alles ist möglich, wenn du bis zum Ende kämpfst und an den Sieg glaubst«, frohlockte er nach dem Triumph auf Instagram.

Der Meinung ist wohl auch die portugiesische Mannschaft, die Ronaldo nach dem Einzug in die Endrunde nun an ihrem »rechtmäßigen Platz« sieht. Denn kaum hatte sich das Team um Trainer Fernando Santos mit dem 2:0 (1:0) gegen Nordmazedonien einen der verbliebenen drei europäischen WM-Plätze gesichert, war der Coach im Kopf schon bei seiner nächsten Trophäe.

Nach dem EM-Titel 2016 und dem Triumph in der Nations League 2019 »haben wir einen Traum, enorme Freude nach Portugal zu bringen«, sagte Santos: »Ich habe bereits zwei Wettbewerbe gewonnen und träume davon, einen dritten zu gewinnen.«

Ibrahimovic ist hingegen aus dem Rennen um die WM-Trophäe raus, bevor es richtig begonnen hat. Wer jedoch dachte, dass sich der 40-Jährige nach der Niederlage mit Schweden gegen Polen mit seinem Karriereende beschäftigt, wurde eines Besseren belehrt. »Ich werde so lange weitermachen, wie ich kann«, betonte Ibrahimovic: »Ihr werdet keine andere Antwort bekommen, nur weil wir dieses Spiel nicht gewonnen haben und uns nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert haben.« Das gelte für die Nationalmannschaft sowie für seinen Klub AC Mailand.

Bei der WM in Katar muss Ibrahimovic Lewandowski, Ronaldo und Co. jedoch erst einmal zuschauen.

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