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Will für die Eintracht wieder jubeln. Goncalo Paciencia steht den Frankfurtern nach seiner Corona-Erkrankung für den Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund am Samstag wieder zur Verfügung.

Rallye

Loeb hält Kontakt zu Al-Attiyah

Spielen sie - oder nicht? Der Rückrunden-Auftakt zwischen »Corona- Meister« FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach hängt am seidenen Faden.

(sid). Der Franzose Sebastien Loeb bleibt bei der 44. Rallye Dakar erster Verfolger von Spitzenreiter Nasser Al-Attiyah. Der neunmalige WRC-Champion beendete die 348 km lange Wertungsprüfung rund um die saudische Hauptstadt Riad als Zweiter und verkürzte den Rückstand auf Al-Attiyah (Katar), der das Ziel im Toyota als Achter erreichte. Der Rückstand von Loeb auf Al-Attiyah (35:10 Minuten) ist allerdings weiter groß.

Tagessieger wurde Henk Lategan aus Südafrika (Toyota). Timo Gottschalk (Berlin) belegte als Beifahrer des Polen Jakub Przygonski im Mini den sechsten Rang. Der dreimalige Champion Carlos Sainz (Spanien), Gewinner der dritten Etappe, hatte Probleme mit der Radaufhängung und kam im Audi mit über einer Stunde Rückstand auf den Tagessieger ins Ziel.

Am Freitag führt die Strecke erneut in das Gebiet rund um Riad. Dabei sind 421 Wertungskilometer zu absolvieren. Am Samstag steht der einzige Ruhetag der Dakar an.

(dpa/sid). Startrainer Pep Guardiola vom englischen Fußballmeister Manchester City hat sich nach einem positiven Corona-Test in Isolation begeben. Das teilte der Klub am Donnerstag mit. Insgesamt befanden sich demnach 21 Personen in Quarantäne. Neben Guardiola seien auch Assistenzcoach Juanma Lillo und mehrere Mitglieder aus der »Blase der ersten Mannschaft« am Donnerstag positiv getestet worden, hieß es.

Unter den derzeit 21 Personen, die sich isolieren, sind sieben Spieler und 14 Mitglieder des Betreuerteams. Um wen es sich dabei genau handelt, teile Manchester City zunächst nicht mit. Während des FA-Cup-Spiels am Freitag beim englischen Viertligisten Swindon Town soll Citys Assistenzcoach Rodolfo Borrell das Team betreuen.

Auch der ehemalige Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies meldete die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Neben Aubameyang wurde auch dessen Nationalmannschaftskollege Mario Lemina (OGC Nizza) positiv getestet. Die gabunische Mannschaft bereitet sich in Kamerun gerade auf den Afrika-Cup vor.

(dpa/lhe). Vom Rückblick auf den erfolgreichen Endspurt in der Hinrunde der Fußball-Bundesliga hält Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner nichts. »2021 ist vorbei. Wir dürfen uns nicht in den alten Erfolgen suhlen, sondern müssen uns neu beweisen«, betonte der österreichische Fußball-Lehrer vor dem Rückrundenstart gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/Sky).

»Wir haben den Jungs aufgezeigt, was sie für den Erfolg investiert haben. Es gibt Dinge, die wir verbessern möchten. Der Blick geht nach vorne«, erklärte Glasner am Donnerstag.

Es gelte, nach der dreiwöchigen Weihnachtspause die zuletzt gezeigte Leistungssteigerung zu bestätigen und es besser zu machen als Mitte August beim 2:5 in Dortmund. »Wir freuen uns, dass wir uns mit Dortmund wieder messen und zeigen können, dass wir näher dran sind als im letzten Spiel«, sagte Glasner. Die Eintracht hatte sich mit drei Siegen in Serie in die Winterpause verabschiedet, während der BVB nur eine der vergangenen vier Liga-Begegnungen gewinnen konnte. Dennoch verbuchten die Dortmunder mit 34 Punkten die beste Hinrunden-Ausbeute seit dem Herbstmeistertitel in der Spielzeit 2018/19.

Allerdings hat Glasner nach zwei weiteren Corona-Fällen - Jesper Lindström und Danny da Costa fallen nach positiven Tests aus - Personalsorgen. »Wir sind es gewohnt, mal wieder zu improvisieren«, meinte er demonstrativ gelassen. Da beide Spieler im kritischen Zeitraum keinen Kontakt zu den Mannschaftskollegen hatten, wie der Klub mitteilte, drohen zumindest keine weiteren coronabedingten Ausfälle beim aktuell Sechstplatzierten der Bundesliga.

Vielmehr konnten Goncalo Paciencia, Kristijan Jakic und Jens Grahl nach negativen PCR-Tests die Vorbereitung auf den Rückrundenauftakt wieder aufnehmen. Das Trio hatte wegen Corona-Infektionen einige Trainingstage verpasst. Der portugiesische Angreifer Paciencia dürfte die besten Chancen haben, die Rolle des zuletzt so erfolgreichen Lindström in der Offensive zu übernehmen. Kandidaten wären auch Sam Lammers und Ragnar Ache.

Nicht ausschließen wollte Glasner aber, im 4-4-2-System mit zwei Stürmern spielen zu lassen. Zumal eine sattelfeste Abwehr mit einer Viererkette gegen die Dortmunder mit ihrem Ausnahmetorjäger Erling Haarland (aktuell 13 Treffer in elf Bundesligapartien) mehr als eine Überlegung wert wäre. »Der BVB hat eine unglaubliche Qualität in der Offensive, eine Wucht und spielerische Klasse«, urteilte Glasner fast schwärmerisch. »Es ist eine fantastische Mannschaft.« Auf die entscheidende Frage, wie man den 21-jährigen Norweger stoppen könne, hatte er aber auch keine schlüssige Antwort. »Aufgrund seiner Dynamik und Laufwege ist es schwierig gegen ihn zu verteidigen«, befand der Coach und ergänzte: »Wir müssen die Anspiele zu ihm aus der Tiefe unterbinden. Aber es gibt viele Spieler beim BVB, auf die wir aufpassen müssen.«

Trotz der kniffligen Aufgabe gegen den Bayern-Verfolger Nummer eins hofft Glasner auf einen Sieg, baut aber auch vor. »Es ist immer schön, mit einem Sieg in die Rückrunde zu starten. In der Hinrunde war es anders«, sagte er. »Gut anfangen und dann absacken ist auch nicht richtig.«

(dpa). Der langjährige nigerianische Fußball-Nationaltrainer Gernot Rohr hat mehr Respekt für den Afrika-Cup gefordert. »Der Zeitpunkt des Afrika-Cups mitten in der Saison ist sicher ein Faktor, man sollte aber akzeptieren, dass es internationale Wettbewerbe gibt, die nicht unbedingt im Juni ausgetragen werden«, sagte Rohr am Donnerstag. »Der Afrika-Cup verdient mehr Respekt. Vom sportlichen Wert und von der Popularität in Afrika her ist das Turnier für mich ein Höhepunkt im internationalen Fußball.«

Vor dem Afrika-Cup vom 9. Januar bis 6. Februar in Kamerun hatte zum Beispiel der frühere Frankfurter Stürmer Sebastien Haller, Nationalspieler der Elfenbeinküste, mangelnden Respekt vor Afrika kritisiert, wenn Spieler gefragt würden, ob sie nicht lieber im Land ihres Vereins bleiben wollen. Stars wie Liverpools Mohamed Salah (Ägypten) oder Manchester Citys Riyad Mahrez (Algerien) fehlen ihren Clubs wegen Abstellungen für das Kontinentalturnier.

»Afrika ist für Europa manchmal ein bisschen weit weg«, meinte Rohr. Der heute 68-Jährige hatte seit August 2016 die »Super Eagles« betreut. Vor wenigen Wochen trennte sich der nigerianische Fußball-Verband allerdings von ihm. Rohr führte Nigeria zur Weltmeisterschaft 2018 und wurde mit dem Land Dritter beim Afrika-Cup 2019 in Ägypten.

Julian Nagelsmann machte gute Miene zum bösen Spiel. »Ich bin keiner, der rumheult, das mache ich nie«, sagte der Trainer vom arg gebeutelten »Pandemie-Meister« Bayern München kämpferisch. Er fiebere der Pokal-Revanche gegen Borussia Mönchengladbach am Freitag (20.30 Uhr/Sat.1 und DAZN) sogar regelrecht entgegen, »scheiß auf die Umstände«. Doch aus seinem riesigen Corona-Frust machte er trotzdem keinen Hehl.

Dass seine Bayern trotz insgesamt 13 Ausfällen zum Rückrundenstart wohl wie geplant antreten müssen, stößt ihm sauer auf. Ob die Statuten angesichts der alles verschlingenden Omikron-Welle noch zeitgemäß seien, sei diskutabel, betonte Nagelsmann und ätzte: »Es wäre sicher nicht ganz verkehrt, die eine oder andere Tagungsminute zu investieren.« Den Bayern hilft es nicht mehr: Sollten bis zum Anpfiff nicht noch weitere positive Tests dazukommen oder das Münchner Gesundheitsamt keine Quarantäne gegen weitere Spieler verhängen, wird gespielt.

»Meine Aufgabe ist es, uns so vorzubereiten, dass es stattfindet - davon gehe ich auch aus«, sagte Nagelsmann achselzuckend. Allerdings war bis Donnerstagnachmittag noch nicht bekannt, ob der als neunter und bislang letzter Münchner Profi positiv getestete Alphonso Davies die Omikron-Variante hat. Sollte dies der Fall, sein, wäre eine Isolation weiterer Profis oder des gesamten Teams wohl unumgänglich, weil der Kanadier bis Mittwoch noch mit seinen verbliebenen Kollegen um Rückkehrer Joshua Kimmich trainiert hatte.

»Wir haben immer noch eine erste Elf, die mit sehr vielen Weltklassespielern bestückt und sehr, sehr gut ist«, betonte Nagelsmann. Doch Spieler wie Kimmich, Niklas Süle oder Marcel Sabitzer müssten angesichts der Not trotz zuletzt längerer Pausen 90 Minuten durchspielen - das sei wenig sinnvoll. »Es geht mir um die Gesundheit der Spieler«, wiederholte der Bayern-Coach seine Sorgen mehrfach. Die Münchener haben angesichts ihrer fast verzweifelten Lage Spielberechtigungen für zahlreiche Nachwuchskräfte beantragt sowie die Erlaubnis, mehr als drei Vertragsamateure einsetzen zu dürfen. Die erst 16-jährigen Aushilfen Paul Wanner und Arijon Ibrahimovic wurden eigens aus dem Trainingslager der U17-Nationalmannschaft in Spanien eingeflogen. So oder so - Nagelsmann muss sich bei der Zusammenstellung seiner Startelf etwas einfallen lassen.

Gladbach, das sieben der jüngsten 16 Duelle gewann, muss indes auf sechs seiner Akteure verzichten. - Die voraussichtlichen Aufstellungen:

München: Ulreich - Pavard, Kimmich, Süle - Roca, Sabitzer - Gnabry, Musiala, Müller, Tillman - Lewandowski.

Mönchengladbach: Sommer - Ginter, Elvedi, Jantschke - Lainer, Kramer, Kone, Netz - Stindl, Plea - Embolo.

»Die letzten Mohikaner«: Joshua Kimmich (v. l.), Serge Gnabry, Robert Lewandowski und Thomas Müller bereiten sich auf den Rückrundenauftakt gegen Mönchengladbach vor.

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