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Medaillenlos beim Turnier der Meister

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(sid). Barren, Reck und Schwebebalken gerieten fast zur Nebensache: Große Sorgen um die Kunstturnriegen aus der Ukraine haben das Weltcup-Turnier in Cottbus überschattet und die sportliche Bilanz der Gastgeber ins Abseits gerückt. Die Athleten des Deutschen Turner-Bundes (DTB) blieben bei der 45. Auflage des Turniers der Meister ohne Medaille.

Die Situation der Gäste aus der Ukraine ist nach dem russischen Überfall auf ihr Heimatland bedrückend und ungewiss. Eine geordnete Rückkehr ist vorerst nicht möglich. Geplant ist daher die direkte Weiterreise zu den nächsten Weltcup-Turnieren in Doha/Katar und Kairo.

Mit Blick auf die höchst problematische Situation der ukrainischen Delegation bot der DTB seine Hilfe an. »Wir sichern unsere Unterstützung sowohl organisatorisch als auch in psychologischer Hinsicht zu«, sagte DTB-Präsident Alfons Hölzl.

Obwohl keine russische Mannschaft für das Traditionsturnier gemeldet hatte, wurden die am Wochenende beschlossenen internationalen Sanktionen auch in der Lausitz wirksam: Jahor Scharamkou (Belarus), Gewinner der Konkurrenz am Boden, erhielt seine Medaille, ohne die Hymne seines Heimatlandes zu hören. Der Weltverband FIG hatte die Beschränkungen für russische Sportler auf Belarus ausgeweitet.

Ohne Top-Athleten wie Lukas Dauser (Unterhaching), Olympia-Zweiter am Barren, und die deutsche Rekordmeisterin Elisabeth Seitz aus Stuttgart kamen die Gastgeber nicht über Achtungserfolge hinaus. Am besten schnitten noch mit jeweils vierten Plätzen Aiyu Zhu aus Köln am Schwebebalken sowie am Barren der Hannoveraner Glenn Trebing ab.

Bereits in drei Wochen steht vom 18. bis 20. März das zweite deutsche Top-Turnier, der DTB-Pokal in Stuttgart, auf dem Wettkampfprogramm. In der Porsche-Arena ist das Saisondebüt der noch geschonten ehemaligen Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer-Betz aus Chemnitz geplant.

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