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Mit voller Kapelle

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Ob die Frankfurter Filip Kostic (l.), Goncalo Paciencia und Evan Ndicka (r.) beim Frankfurter Bundesliga-Abschluss in Mainz Grund zur Freude haben werden? Der Saison-Höhepunkt erfolgt jedenfalls erst am Mittwoch mit dem Europa-League-Finale in Sevilla gegen Glasgow Rangers. © IMAGO

In der Bundesliga kann Eintracht Frankfurt am letzten Spieltag nichts mehr erreichen oder verspielen. Mit Blick auf das bevorstehende Europa-League-Finale fordert Trainer Glasner von seinem Team dennoch eine engagierte Leistung.

Von einer Europa-League-Generalprobe im Schongang will Oliver Glasner nichts wissen. Vier Tage vor dem Finale gegen die Glasgow Rangers fordert der Trainer von Eintracht Frankfurt im Rhein-Main-Derby zum Bundesliga-Saisonabschluss beim FSV Mainz 05 an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) volles Engagement von seinen Schützlingen. »Wir möchten eine hohe Intensität auf den Platz bringen. Die Spieler sind körperlich und mental frisch. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine sehr gute Leistung zeigen«, sagte Glasner am Freitag und betonte: »Wir werden alles versuchen, das Spiel zu gewinnen.«

Fast schon entrüstet wies der 47 Jahre alte Österreicher Spekulationen in den Medien zurück, wonach die Eintracht die Partie nicht ernst nehmen könne. »Ich möchte der Meinung entgegentreten, dass wir die Liga abschenken würden. Ich finde das despektierlich. Wir haben vielleicht hier und da nicht die Leistung gezeigt, die wir uns vorgenommen haben, aber nie ein Spiel abgeschenkt«, polterte Glasner.

Der Fußball-Lehrer erwartet von seiner Mannschaft daher das gewohnte Engagement. »Mainz wird uns alles abverlangen. Wir wollen zeigen, dass wir gegenhalten können. Ich sage jetzt nicht: seid vorsichtig«, betonte Glasner. »Das Mainz-Spiel ist ganz wichtig im Hinblick auf den Mittwoch.« Vor dem Duell mit den Glasgow Rangers um die Europa-League-Krone soll lediglich Kapitän Sebastian Rode aufgrund seiner vielen Verletzungen in dieser Saison etwas geschont werden. »Er wird beginnen, aber nur eine Halbzeit spielen«, kündigte Glasner an.

Verzichten müssen die Hessen auf die verletzten Jesper Lindström, Danny da Costa und Martin Hinteregger. Der Abwehrchef wird auch in Sevilla definitiv ausfallen. »Es besteht keine Chance, dass er rechtzeitig fit wird«, sagte Glasner. Immerhin wird Hinteregger auf der Bank dabei sein und das Team von dort aus moralisch unterstützen.

Ansonsten wird Glasner in Mainz - anders als zuletzt beim 1:1-Unentschieden gegen Bundesliga-Kontrahent Borussia Mönchengladbach - keine personellen Abstriche machen. »Natürlich haben wir uns über verschiedene Szenarien Gedanken gemacht. Uns erscheint es am sinnvollsten, das Spiel mit voller Kapelle zu bestreiten, weil es wichtig ist, die Spannung hochzuhalten oder wieder aufzubauen«, verkündete er und fügte hinzu: »Wir gehen auch nicht davon aus, dass sich jemand verletzt. Wir sehen uns gut vorbereitet und in guter Verfassung. Wir freuen uns auf den Saisonabschluss und wollen alles abrufen, was uns stark macht.«

Unterdessen will sich die Stadt Frankfurt nach einem Bericht der »Bild« um das Finale der Europa League im Jahr 2026 bemühen. Sport-Dezernent Mike Josef (SPD) sagte dazu: »Europa League und Eintracht, das ist Emotion pur. Unsere Fans, der Verein und unsere Stadt haben es nun verdient, ein Finale in der Europa League im eigenen Stadion zu erleben. Eine bessere Werbung als die unserer Fans und der Mannschaft in den letzten Wochen kann es nicht geben.«

Man wolle nach der Fußball-Europameisterschaft 2024, wo vier Vorrundenspiele und ein Achtelfinale am Main geplant sind, ein weiteres Highlight nach Frankfurt holen. Die nächsten Europa-League-Finals in den Jahren 2023 (Budapest), 2024 (Dublin) und 2025 (Bilbao) sind bereits vergeben.

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