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Münchner basteln an Zukunft

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Ganz oben auf der Wunschliste von Bayern München stehen offenbar Noussair Mazraoui (l.) und Ryan Gravenberch von Ajax Amsterdam. © IMAGO

Der FC Bayern plant die Zukunft. Zwei Profis von Ajax Amsterdam sollen auf der Wunschliste des deutschen Fußball- Rekordmeisters stehen. Viel hängt von vier Münchner Stars ab, vor allem von Robert Lewandowski.

Julian Nagelsmann lächelte süffisant, als er die angebliche Verpflichtung von Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui bewerten sollte. »Da freue ich mich dann, wenn es so weit ist. Gerüchte kommentiere ich nicht«, sagte der Trainer von Bayern München, um vieldeutig anzufügen: »Es sind beides gute Spieler, warten wir mal ab, was die Zukunft bringt.«

Ein klares Dementi klingt anders. Mittelfeldspieler Gravenberch (19) und Rechtsverteidiger Mazraoui (24), beide noch bei Ajax Amsterdam unter Vertrag, sollen Wunschspieler von Nagelsmann sein. Verschiedene Medien hatten in der vergangenen Woche berichtet, dass die beiden Profis dem deutschen Rekordmeister bereits zugesagt hätten.

Es könnten nach den feststehenden Abgängen von Niklas Süle (Dortmund) und Corentin Tolisso (Vertrag nicht verlängert) die beiden einzigen Neuen der Bayern für die kommende Saison sein. Dies hängt jedoch stark davon ab, ob sich Sportvorstand Hasan Salihamidzic mit den vier Führungsspielern Robert Lewandowski, Thomas Müller, Manuel Neuer und Serge Gnabry einigen kann.

Bereits seit Monaten gibt es Unruhe und Spekulationen um deren 2023 auslaufende Verträge. Jetzt berichteten Medien aus Polen und Spanien erneut, dass sich Lewandowski schon mit dem FC Barcelona geeinigt habe. Von offizieller Seite gab es dazu vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Bayern in der Champions League am Dienstagabend gegen Villarreal aber keine Kommentare.

Der Poker ist längst eröffnet. Und dabei geht es meist um Geld, viel Geld. Vorstandschef Oliver Kahn und Präsident Herbert Hainer hatten zuletzt jedoch schon angedeutet, dass der Klub nicht jeden Wahnsinn mitmachen werde.

Auch Nationalspieler Leon Goretzka hofft, dass die Vertragsverlängerungen nicht an den Finanzen scheitern. »Ehrlich gesagt fällt es mir schwer - bei den Gehältern, die wir bekommen - von Verzicht zu sprechen! Letztendlich muss es jeder selbst wissen, aber das Gesamtpaket, das wir bei Bayern München bekommen, ist für jeden Fußballspieler auf der Welt sehr attraktiv«, sagte er bei Bild-TV.

Goretzka hatte bei seiner jüngsten Vertragsverlängerung (bis 2026) offensichtlich auf Geld verzichtet. »Mir persönlich ging es jetzt nicht darum, den letzten Euro noch rauszuquetschen«, betonte er. Und seine Kollegen? »Ich bin natürlich voller Hoffnung und habe auch die Überzeugung, dass wir die Mannschaft zusammenhalten werden.«

Die Bayern nervt das Thema längst, der Druck wird von Woche zu Woche größer. Doch Kahn wiegelte zuletzt immer wieder ab. Er verstehe »diese ganze Aufregung nicht. Die Spieler haben noch Verträge für die nächste Saison«, sagte der Bayern-Boss.

Dennoch habe es natürlich »eine hohe, hohe Priorität«, mit den Profis zu verlängern. Aber derart komplexe Dinge könne man eben nicht, so Kahn, »im Vorbeilaufen regeln«. Salihamidzic bezeichnete die Verhandlungen in einer »finanziell schwierigen Phase« als »kompliziert«.

Wie kompliziert das sein kann, zeigte die jüngere Vergangenheit. Leistungsträger wie David Alaba (zu Real Madrid) oder Thiago (zum FC Liverpool) konnte der FC Bayern nicht halten. Und jetzt Lewandowski?

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