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Musiala punktet

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Jamal Musiala (l.) zieht vor Daley Blind ab. © DPA

(dpa). Beim Blick in Bambis Augen wusste Hansi Flick sofort Bescheid. Jamal Musiala war über die Auswechslung in der Amsterdam-Arena gar nicht glücklich. »Ich wollte weiterspielen«, sagte Deutschlands größtes Fußball-Versprechen nach der bestandenen Reifeprüfung im WM-Test gegen die Niederlande.

Flick hätte viele gute Gründe gehabt, den 19-Jährigen beim 1:1 der Nationalmannschaft gegen Oranje nicht für reine Testzwecke nach 69 Minuten vom Feld zu nehmen. Der Bayern-Jungstar war im Prestige-Duell mit der Elftal der beste Mann auf dem Platz.

»Jeder Einzelne hat gesehen, was für eine Qualität er hat. Im Ballbesitz war das auch vorher klar, dass er sehr gut weiß, sich durchzusetzen und Raum auch für die eigene Mannschaft zu erspielen«, hob Flick zu einer Lobeshymne an. Die neue Erkenntnis von Amsterdam war für den Bundestrainer vielmehr: Musiala kann wie zuletzt schon beim FC Bayern München auch auf der Sechser-Position von Platzhirsch Joshua Kimmich brillieren. »Was er auch in der Defensive geleistet hat, war schon herausragend«, sagte Flick über den großen Gewinner der März-Länderspiele gegen Israel (2:0) und Holland.

Der ob der Zartheit und Eleganz mit dem Spitznamen »Bambi« ins Rampenlicht geschossene Musiala ist längst kein scheues Rehkitz mehr. Elf Länderspiele hat er seit seinem Debüt vor einem Jahr gemacht. Erstmals stand er nun in zwei Länderspielen nacheinander in der Startelf. Perspektivisch wächst da ein Fußball-Zwölfender heran.

Eine WM-Garantie für Katar im Spätherbst bekam der Teenager von Flick dennoch nicht. Die Tickets werden nicht im März verteilt. An der gegenseitigen Hochachtung ändert das nichts. Der Bundestrainer machte Musiala schließlich beim FC Bayern zum Bundesliga-Profi.

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