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Nach kurzer Pause ab ins Derby

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(dpa). Dem Fußballspektakel folgt die nächste wichtige Prüfung: Keine 65 Stunden nach der 2:3-Niederlage in der Europa League bei Atalanta Bergamo wartet auf Bayer Leverkusen ein besonderes Bundesliga-Spiel. Im für die Fans so wichtigen rheinischen Fußball-Derby gegen den 1. FC Köln rechnet Trainer Gerardo Seoane mit einem nicht weniger packenden Duell als beim Offensivfestival in Norditalien.

»Wir wissen, es wird am Sonntag wieder intensiv«, sagte der 43-Jährige. »Das war heute ein Vorgeschmack.«

Dank seines besseren Kaders und spielerischer Vorteile geht Leverkusen zwar als Favorit in die Partie. Die laufintensive Begegnung in Bergamo, in der es fast keine ruhigeren Phasen gab, hat jedoch viel Kraft gekostet. Zudem hatten die Bayer-Profis eine sehr kurze Nacht: Ohne weitere Hotelübernachtung ging es mit dem Flugzeug nach Mitternacht aus der Lombardei zurück in die Heimat.

Nach einer Serie von fünf Siegen und nur einer Niederlage in den vergangenen sieben Spielen ist das Team um die zuletzt starken Powerfußballer Florian Wirtz und Moussa Diaby, der auch in Bergamo traf, in der Liga als Tabellendritter klar auf Champions-League-Kurs. In der Europa League ist nach der Niederlage im Achtelfinalhinspiel das Weiterkommen zwar noch möglich, dafür muss sich die Werkself allerdings im zweiten Aufeinandertreffen am Donnerstag in der Defensive deutlich steigern.

Vor allem zu Beginn des zweiten Durchgangs ließ sich die Bayer-Abwehr ein ums andere Mal zu leicht ausspielen, offenbarte große Lücken. Seine Mitspieler bedankten sich nach dem Abpfiff zurecht bei ihrem Kapitän und Torhüter Lukas Hradecky, der Leverkusen mit starken Paraden die Chance auf das Viertelfinale wahrte. »Die Tore, die Atalanta erzielt hat, entstanden aus unerzwungenen Ballverlusten von uns. Aber mir macht die Leistung trotzdem Mut, dass wir sie nächste Woche zu Hause schlagen können«, sagte Bayers bester Mann.

Mit nur einem Tor Rückstand hat Leverkusen im eigenen Stadion kommende Woche tatsächlich ordentliche Aussichten. »Ich sehe die Ausgangslage gut. Das ist eine Mannschaft, vor der wir uns nicht verstecken müssen«, sagte Innenverteidiger Jonathan Tah. »Es ist auf keinen Fall jetzt vorbei durch das Spiel. Klar hätten wir gerne ein besseres Ergebnis gehabt, aber es ist nicht vorbei.« Noch besser wäre die Ausgangslage nach dem alten Regelwerk, nach dem Auswärtstore bei ausgeglichener Differenz nach Hin- und Rückspiel mehr wert waren als Heimtore. Diese Regel gibt es nun nicht mehr.

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