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Neue Dimension

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Max Verstappen steht nach seinem Sieg beim Ferrari-Heimrennen in Monza vor der Titelverteidigung. © IMAGO

(dpa). Das Schleich-Ende vor pfeifenden Tifosi im »Temple of Speed« wird den bevorstehenden nächsten WM-Triumph von Max Verstappen nicht trüben. Anders als bei seinem Premieren-Titel im vergangenen Jahr, als es so eng zuging, dass sein Manöver in der letzten Runde des letzten Rennens Lewis Hamilton vom Thron stürzte, stößt Verstappen in diesem Jahr in neue Dimensionen der Dominanz vor.

Elf Formel-1-Rennen von 16 hat er gewonnen, die vergangenen fünf in Serie.

»Es ist großartig, was wir mit dem Team erleben. Es ist auch wichtig, das zu genießen«, betonte der Red-Bull-Star, für den die erneute Krönung schon beim kommenden Rennen am 2. Oktober in der Nacht von Singapur möglich ist. Ein Rennen mit einer gewissen Tendenz zum Safety-Car. Eine Zieldurchfahrt hinter dem Safety-Car zum Titel wie am Sonntag in Monza möchte Verstappen natürlich nicht. »Die größten Verlierer« seien die Fans gewesen, sagte sein Red-Bull-Teamchef Christian Horner: »Wir müssen das schnell angehen.«

Die Rennleitung habe sich einfach an die Regeln gehalten, betonte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Das war bei der WM-Entscheidung im vergangenen Jahr noch anders gewesen, was die Diskussion um ein zwar unwürdiges, aber sportlich sauberes Finale eines emotionalen Rennens im Land der Tifosi befeuert. Damals in Abu Dhabi hatte der später entlassene Rennleiter Michael Masi alles für den Showdown getan.

In Monza reichte die Zeit nicht zur Bergung des abgestellten McLaren. »Man hätte das Rennen schneller freigeben können für die Show«, befand aber Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, dessen Pilot Charles Leclerc eigentlich im Siegduell mit Verstappen schon abgeschlagen gewesen war und nur durch die Safety-Car-Phase noch mal rankam. Über allem bei der Bergung stand aber die Sicherheit. Und selbst wenn es in Monza zu einer Unterbrechung und einem Restart gekommen wäre: »Ich wäre nicht sehr besorgt gewesen«, betonte Verstappen. Zu überlegen, zu souverän ist er einfach in diesem Jahr.

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