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Niederschmetternde Niederlage

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Dortmunds Jude Bellingham winkt nach der herben Niederlage ab. © AFP

(sid). Erling Haaland saß am Ende der schlimmen Demütigung fassungslos und frustriert in der VIP-Loge, Sportdirektor Michael Zorc starrte wie versteinert ins Leere. Borussia Dortmund hat beim 2:5 (1:3) gegen ein spektakulär schnelles Bayer Leverkusen eine niederschmetternde Niederlage kassiert und serviert Bayern München die Meisterschale auf dem Silbertablett.

»Es war ein katastrophaler Tag für uns. Wir waren immer einen Schritt zu spät und hätten es überhaupt nicht verdient«, sagte der konsternierte BVB-Kapitän Marco Reus am DAZN-Mikrofon und fügte angesichts des Rückstands von nun neun Punkten auf die Tabellenspitze an: »Wir haben andere Themen, als über Bayern zu reden.«

Der Titeltraum ist damit beinahe schon geplatzt - wie zuvor in der Champions League und im DFB-Pokal. »Wir waren gefühlt nie im Spiel. Immer, wenn wir mal dran waren, wurde uns der Stecker gezogen«, sagte Trainer Marco Rose: »Die Niederlage ist bitter.«

Nach einem Eigentor von Manuel Akanji (10.), das allerdings dessen Abwehrkollege Dan-Axel Zagadou verschuldete, half am Sonntag noch Leverkusens Jeremie Frimpong (16.) ebenfalls per Eigentor aus.

Danach allerdings überrannte Bayer den besonders defensiv viel zu langsamen BVB vor 10 000 Fans gnadenlos: Der bärenstarke Florian Wirtz (20.), Robert Andrich (28.) mit einem direktem Freistoß, Jonathan Tah (53.) und Moussa Diaby (87.) trafen zum selbst in der Höhe mehr als verdienten Sieg. Bei Bayer stimmt derzeit die Chemie: Leverkusen rückte als Dritter auf fünf Punkte an Dortmund heran. Steffen Tigges (89.) traf kurz vor Schluss noch für Dortmund.

»Es ist uns sehr, sehr gut gelungen. Wir können absolut zufrieden sein«, sagte Andrich. Für Tah kann der Weg der Leverkusener in dieser Form nur in die Champions League führen: »Das ist das Ziel.«

Der BVB-Hauptdarsteller Haaland fehlte schmerzlich - wie in Nebenrollen auch Mats Hummels und Emre Can.

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