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Havard Nielsen bejubelt seinen Siegtreffer.

Fußball

Nielsens Treffer für die Ewigkeit

(sid). Die Nachricht von der historischen Heldentat des Havard Kallevik Nielsen gelangte sogar bis in dessen Heimat. »Matchwinner in Deutschland - erster Saisonsieg«, meldete die norwegische Nachrichtenagentur NTB am späten Sonntagnachmittag. Zumindest im Fußball-Mikrokosmos um den Fürther Ronhof hat sich Nielsen ein klein bisschen unsterblich gemacht.

»Der Ball fliegt nach einer Ecke nach oben und mein Fokus war, irgendwie an den Ball zu kommen«, berichtete er, und »ja«, gab er zu, »es gab einen Kontakt, aber das war auch nicht zu viel. Und dann war es auch Glück, dass er dann reingeht«. So viel zum Treffer in der 56. Minute beim geschichtsträchtigen 1:0 (0:0) der SpVgg Greu-ther Fürth gegen Union Berlin.

Es war ein Treffer der mehr als nur eine statistische Bedeutung hatte: Zum ersten Mal in der Bundesliga gelang dem Kleeblatt ein Heimsieg - im bereits 24. Versuch seit der Saison 2012/2013; aus dieser Spielzeit datiert auch der bisher letzte Sieg, errungen am 4. Mai 2013 beim VfB Stuttgart. Außerdem ist nun endlich der Bundesliga-Rekord von zwölf Niederlagen nacheinander beendet. »Wir freuen uns extrem«, sagte Nielsen. Aber die Fürther mussten erst mal nach Luft schnappen. »Wir saßen alle da und waren platt. Man braucht da erst mal Zeit, um runterzukommen«, berichtete Nielsen von der Stimmung in der Kabine. Auch Stefan Leitl, der Fürther Trainer, war kein Ausbund schierer Freude. »Wir haben«, betonte Leitl, »den 15. Spieltag und vier Punkte, deswegen verfalle ich nicht in Ekstase.«

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