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Noch nicht in Topform

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Der erste Schritt ist getan: An einem erfolgreichen ersten Turniertag aus deutscher Sicht hat Alexander Zverev seine Titelmission in Melbourne angeschoben - auch wenn er noch weit von seiner Topform entfernt war.

Alexander Zverevs Motor stottert noch, doch der erste von sieben Schritten auf der Titelmission ist getan. In der ungewohnten Rolle als Turnierfavorit nach der Ausweisung von Novak Djokovic schüttelte der hadernde Olympiasieger zum Auftakt der Australian Open zwar häufiger den Kopf, als ihm lieb war. Im deutschen Erstrundenduell mit Daniel Altmaier setzte sich der Hamburger aber trotz einiger Unkonzentriertheiten durch.

An einem erfolgreichen ersten Turniertag aus deutscher Sicht siegte Zverev 7:6 (7:3), 6:1, 7:6 (7:1), auch wenn er noch weit von seiner Topform entfernt war. »Bis darauf, dass ich gewonnen habe, ist noch nicht viel nach Plan gelaufen«, sagte der Weltranglistendritte mit einem Lachen: »So ist es manchmal. Es war nur die erste Runde eines hoffentlich langen Turniers.« In der zweiten Runde trifft Zverev bei der Jagd nach seinem ersten Grand-Slam-Titel auf den australischen Lokalmatadoren John Millman. Auch Dominik Koepfer, Yannick Hanfmann und Oscar Otte meisterten den Zweitrundeneinzug. Bei den Damen ist nach dem ersten Turniertag nur noch Angelique Kerber über, die am Dienstag gegen Kaia Kanepi (Estland) ins Geschehen eingreift.

Für Zverev hatte sich durch die Ausweisung Djokovics eine deutlich verbesserte Ausgangslage ergeben - zusammen mit US-Open-Champion Daniil Medwedew ist der Hamburger nun Topfavorit. Der 24-Jährige hat durch das Fehlen Djokovics die Gewissheit, bis zum Finale nicht auf einen besser klassierten Spieler treffen zu können. Die Chance auf den ersten Grand-Slam-Titel ist groß, und in Australien könnte der deutsche Topspieler gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Bei einem Triumph würde Zverev im Februar auch zur neuen Nummer eins der Welt aufsteigen.

Gegen Altmaier, der 2020 als Qualifikant mit seinem Achtelfinaleinzug bei den French Open für Furore gesorgt hatte, bekundete Zverev zunächst aber mehr Probleme als erwartet. Der Underdog gab sich völlig unbeeindruckt, Zverev hatte anfangs noch Schwierigkeiten beim Timing. Doch gegen Ende des ersten Satzes kam er immer besser ins Match und übernahm fortan die Kontrolle - bis sich im dritten Satz wieder mehr Unkonzentriertheiten einschlichen, er die Partie am Ende aber für sich entscheiden konnte.

Yannick Hanfmann fuhr unterdessen mit einem 6:2, 6:3, 6:2 gegen den australischen Publikumsliebling Thanasi Kokkinakis seinen ersten Sieg bei einem Major ein und darf sich nun auf ein Duell mit dem Spanier Rafael Nadal freuen. Ein gutes Match war am Montag auch dem Schwarzwälder Koepfer beim 6:1, 3:6, 6:4, 6:1 gegen den Spanier Carlos Taberner und dem Kölner Otte beim 6:4, 6:3, 6:2-Sieg gegen Tseng Chun Hsin (Taipeh) gelungen. Peter Gojowczyk, Andrea Petkovic und Tatjana Maria schieden hingegen aus.

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