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Rekordumsatz in der Bundesliga

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(sid). Die zwölf Vereine der Frauenfußball-Bundesliga haben in der vergangenen Saison einen Rekordumsatz in Höhe von rund 15 Millionen Euro erwirtschaftet. In der Spielzeit zuvor waren es noch 13,2 Millionen. Bei der Vorstellung des »Saisonreports« am Donnerstag benannte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) »die deutliche Steigerung im Bereich der Sponsoringerträge« als »maßgeblichen Treiber für den neuen Höchstwert«.

»Es ist ein starkes Zeichen der Liga, dass es trotz der Pandemie gelungen ist, einen neuen Rekordertrag zu erzielen«, sagte der zuständige DFB-Geschäftsführer Manuel Hartmann: »Ich bin optimistisch, dass diese Entwicklung weiter ausgebaut werden kann.« Das ist auch nötig, um rentabel zu wirtschaften. Schließlich sind die Rekordausgaben der Vereine in Höhe von knapp 30 Millionen Euro doppelt so hoch wie die Umsätze. In der Vorsaison beliefen sich die Ausgaben auf 25 Millionen Euro. Maßgeblich für die Steigerung sind laut DFB die Männer-Profiklubs, die »eine hohe Investitionsbereitschaft« bei den Frauen zeigten: »Auch aufgrund der gestiegenen internationalen Konkurrenz im Champions-League-Wettbewerb«.

Durchschnittlich hat ein Kader die Klubs 1,3 Millionen Euro gekostet. Das ist ein Plus bei den Gehältern der Spielerinnen von 113 Prozent innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Das sorgt für ein durchschnittliches Minus von 1,2 Millionen Euro pro Verein - auch das ist ein Rekord. »Das Minus entsteht durch die Investitionen«, betonte Hartmann: »Es ist kein Anzeichen für wirtschaftliche Schwierigkeiten der Liga.«

Ähnlich sieht es Siegfried Dietrich. Der Ausschussvorsitzende der Frauen-Bundesligen sieht die gestiegenen Kosten als Anzeichen der Professionalisierung. »In absehbarer Zeit können wir mit dem Frauenfußball Geld verdienen«, sagte Dietrich: »Es ist eine Frage von ein, zwei Jahren - dann sprechen wir in der Liga von Vollprofitum.« Um höhere Einnahmen zu generieren, setzt Dietrich bei künftigen Medienverträgen auf den Wettbewerb zwischen »Pay-TV und Free-TV«. Eine Erweiterung der Liga wäre laut Dietrich momentan eher kontraproduktiv. Dennoch geht er davon aus, dass sich »Dortmund, Schalke, Hamburg und Stuttgart« mit dem Frauenfußball beschäftigen.

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