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Schalke kommt wieder in Fahrt

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Matchwinner: Rodrigo Zalazar jubelt über sein Tor zur Schalker 1:0-Führung in Ingolstadt und bereitet die beiden weiteren Treffer zum 3:0-Endstand vor. © DPA

Beim FC Schalke hat sich der Trainerwechsel offenbar ausgezahlt. Noch ohne ihren neuen Aushilfs-Chef Mike Büskens profitiert Schalke wie auch Nürnberg von den vorherigen Patzern der Zweitliga- Top-Teams.

Die Altmeister FC Schalke 04 und 1. FC Nürnberg haben die Patzer der Konkurrenz genutzt und greifen wieder im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga an. Noch ohne ihren neuen Chefcoach Mike Büskens, der mit dem Coronavirus infiziert ist, reagierte Schalke mit einem souveränen 3:0 (0:0) beim Tabellenletzten FC Ingolstadt auf die Beurlaubung von dessen Vorgänger Dimitrios Grammozis.

Matchwinner war der eingewechselte Rodrigo Zalazar, der das erste Tor (55. Minute) schoss und die beiden weiteren von Malick Thiaw (71.) und des zuletzt arg kritisierten Dominick Drexler (81.) vorbereitete. »Das freut mich vor allem erst mal für die Mannschaft, aber auch für den Jungen, ist doch klar«, sagte Büskens-Vertreter Kreutzer.

Damit liegt der Bundesliga-Absteiger, der am vergangenen Wochenende noch beim 3:4 gegen Hansa Rostock für Grammozis entscheidend gepatzt hatte, als Fünfter nur noch vier Punkte hinter den punktgleichen SV Darmstadt 98, FC St. Pauli und SV Werder Bremen (je 48 Zähler). Das Spitzentrio war am 26. Spieltag zuvor sieglos geblieben. Der coronabedingt am Wochenende spielfreie Hamburger SV (41) ist als Tabellensiebter erst einmal distanziert. »Wir müssen jetzt schauen, dass wir die restlichen Spiele bestmöglich nutzen«, sagte Schalkes Drexler bei Sky. »Wir wollen in den Flow kommen und die Spiele gewinnen.«

Mit nun 45 Zählern noch einen Punkt besser steht Nürnberg nach dem vierten Sieg in Serie als Tabellenvierter da. Die Franken siegten bei Hannover 96 3:0 (1:0) und entschieden das Spiel genau wie Schalke erst spät. Lukas Schleimer (26.) schoss sein erstes Tor nach einem schweren Aufbaufehler der Niedersachsen. Der starke Tom Krauß (83.) und Erik Schuranow (87.) machten erst spät alles klar. »Wir schauen nur auf uns und schauen dann am Ende, was dabei raus kommt«, meinte Schleimer.

Der Club und S04 profitierten dabei insbesondere auch von einem schon kaum mehr für möglich gehaltenen Rückschlag für Bremen. Für Trainer Ole Werner war das 1:2 (0:1) am Samstagabend beim FC Heidenheim die erste Niederlage im elften Spiel als Werder-Coach. Zuvor hatten die Hanseaten am 27. November in Kiel (1:2) verloren. Dadurch fiel Werder mit weiter 48 Punkten auf Rang drei zurück und musste am Sonntag zusehen, wie sich Nürnberg und Schalke heranschossen.

»Weiter geht’s«, brachte es Routinier Leonardo Bittencourt auf den Punkt. Schon am nächsten Samstag (20.30 Uhr) wartet das nächste Topspiel gegen den punktgleichen Spitzenreiter Darmstadt. Die Hessen hatten es bereits am Freitag verpasst, sich gegen den Abstiegskandidaten SV Sandhausen (1:1) etwas abzusetzen.

Auch St. Pauli als Zweiter mit ebenfalls 48 Zählern hatte am Samstag beim 1:1 in Dresden einen Sieg verpasst. Bislang war es die Konstanz, die die Bremer nach turbulentem Saisonstart zurück in den Aufstiegskampf gebracht hat. Eine Konstanz, die Teams wie Darmstadt, St. Pauli aber auch Nürnberg, Schalke oder dem Hamburger SV abging.

(dpa). Sebastian Vettel bemühte sich nach den letzten Testkilometern vor dem Start der neuen Formel-1-Saison erst gar nicht um die Auflösung des Rätsels. »Keiner weiß wirklich, wo er gerade steht«, sagte der viermalige Weltmeister am Ende der Probefahrten in Bahrain. Am Sonntag wird in Sakhir das Auftaktrennen gefahren, das Kräfteverhältnis ist auch wegen der umfassenden Regelkur mit stark veränderten Autos noch ziemlich unklar. Sicher ist nur: Die Favoritenrolle will niemand haben.

»Im Moment glaube ich nicht, dass wir um Siege kämpfen werden«, fasste Rekordweltmeister Lewis Hamilton seine Test-Eindrücke zusammen. Sein Mercedes-Team spulte mit 384 Übungsrunden die meisten in Bahrain ab. »Ferrari scheint am schnellsten zu sein, und vielleicht Red Bull und dann vielleicht wir oder McLaren. Wir sind derzeit nicht an der Spitze«, behauptete der 37 Jahre alte Brite ungerührt, obwohl die Konkurrenz nach den Erfahrungen vergangener Jahre an dieser Einschätzung Zweifel hat.

»Das ist doch typisch Mercedes. Sie reden die anderen stark, dann kommen sie zum ersten Rennen und blasen die anderen weg«, sagte Ferrari-Pilot Carlos Sainz. Im Vorjahr schienen Hamilton und Mercedes auch bei den Tests zu schwächeln, ehe der siebenmalige Champion dann den Auftakt in Bahrain gewann. »Ich bin sicher, dass Mercedes und Red Bull die Teams bleiben werden, die es zu schlagen gilt«, sagte auch Ferrari-Star Charles Leclerc. Der Verdacht: Die Silberpfeile und das Weltmeister-Team Red Bull um Titelverteidiger Max Verstappen haben an den sechs Testtagen in Barcelona und Sakhir längst nicht alles gezeigt, was ihre neuen Autos können. »Keiner macht im Moment volle Pulle«, räumte Verstappen ein, nachdem er zum Test-Abschluss am Samstag die mit Abstand schnellste Runde gedreht hatte. Der laute Jubel in der Red-Bull-Garage wurde von Beobachtern immerhin als Zeichen der Zufriedenheit mit den Test-Fortschritten gewertet. Zu kämpfen haben anscheinend alle Teams noch mit den neuen aerodynamischen Regeln, die dafür sorgen, dass die Autos bisweilen hoppeln und dadurch Zeit verlieren.

(dpa). Der deutsche Sprinter Phil Bauhaus hat die Schlussetappe des Radrennens Tirreno-Adriatico gewonnen. Der 27-Jährige setzte sich am Sonntag nach 159 Kilometern in San Benedetto del Tronto an Italiens Ostküste im Massensprint vor dem Italiener Giacomo Nizzolo und Kaden Groves aus Australien durch. Für Bauhaus war es der erste Sieg in dieser Saison und der insgesamt 18. Erfolg seiner Karriere. »Wir wussten, dass auf der Zielgeraden Gegenwind herrscht, also versteckte ich mich so lange wie möglich«, sagte Bauhaus.

Den Gesamtsieg sicherte sich wie im Vorjahr Tadej Pogacar. Dem 23-Jährigen aus Slowenien genügte auf der letzten Etappe ein Platz im Hauptfeld, um seinen dritten Sieg im dritten Rennen in diesem Jahr perfekt zu machen.

Unterdessen hat nach der unglücklichen Niederlage im Vorjahr Primoz Roglic zum ersten Mal die Radfernfahrt Paris-Nizza gewonnen. Der 32 Jahre alte Slowene belegte auf der abschließenden Etappe rund um Nizza am Sonntag Platz drei. In der Gesamtwertung verwies Roglic den Briten Simon Yates mit einem Vorsprung von 29 Sekunden auf Platz zwei. Im Vorjahr war Roglic als Führender in die letzte Etappe gegangen, war jedoch gestürzt und musste den Gesamtsieg Maximilian Schachmann überlassen.

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Sebastian Vettel weiß trotz seiner Testfahrten mit dem Aston Martin nicht genau, »wo er gerade steht«. © DPA

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