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Schott will sich weiter verbessern

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Die WM-Zehnte Nicole Schott hängt noch mindestens eine Saison dran. © IMAGO

(sid). Das französische WM-Publikum feierte noch lautstark den fünften Weltmeistertitel für die Eistanz-Olympiasieger Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron, als die Deutsche Eislauf-Union (DEU) eine Bilanz zog, die zumindest homöopathische Dosen von Optimismus enthielt. Und vom Fehlen der russischen Athleten zusätzlich geschönt wurde. »Unsere deutschen Athletinnen und Athleten konnten zeigen, dass sie dazugehören.

Die Leistungen waren zufriedenstellend«, sagte DEU-Sportdirektorin Claudia Pfeifer dem Deutschlandfunk. Im Vergleich zum Olympiadebakel von Peking war es allenfalls ein Trippelschritt nach vorne.

Doch in Montpellier wurde auch klar: Auf dem Weg zu den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo ist für die deutschen Kufenkünstler mit internationalen Medaillen nicht zu rechnen. Die letzte WM-Goldmedaille hatten noch vor exakt vier Jahren - ebenfalls in Mailand - die Paarlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot geholt.

Und dass die aktuellen WM-Fünften Minerva Hase und Nolan Seegert tatsächlich bis Olympia 2026 weitermachen, ist noch längst nicht beschlossene Sache. »Unser vierjähriges Commitment läuft aus«, sagte der Berliner Seegert, dem diesmal anders als in Peking eine formruinierende Corona-Quarantäne erspart blieb. Bei der DEU hofft man, dass sich die dreimaligen deutschen Paarlauf-Meister zumindest auf eine vorläufige Fortsetzung der Karriere bis 2024 einigen können.

Beflügelt von ihrem zehnten WM-Platz hat sich Nicole Schott indes bereits zum Weitermachen entschlossen. Die Sportsoldatin aus Essen spürt frische Motivation: »Ich fühle jetzt, dass ich mich auch mit 25 Jahren noch weiter verbessern kann.«

Um auf ein ähnliches Niveau wie Schott zu kommen, wird Nikita Starostin, ungeachtet seines großen Talents, noch viel und hart arbeiten. Der in St. Petersburg geborene und in Belgien trainierende Wahl-Dortmunder bewies zwar in der südfranzösischen Metropole seine läuferische Begabung, doch zu mehr als Rang 22 reichte es für den WM-Debütanten noch nicht. Zu viele seiner Sprünge wurden wegen Unterrotation abgewertet, auch ein Vierfachsprung fehlt Starostin noch im Repertoire.

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