1. Startseite
  2. Sport
  3. Sportmix

Schwachstelle bei Olympia-App

Erstellt: Aktualisiert:

(sid). »Verheerende« Sicherheitslücken in der Olympia-App »My2022« sorgen knapp zwei Wochen vor Beginn der Winterspiele in Peking für Kritik. Experten des Citizen Lab der Universität in Toronto deckten Schwachstellen und die Möglichkeit zur Zensur auf. Sportlerinnen und Sportler sowie alle weiteren Teilnehmenden an den Olympischen Spielen (4. bis 20.

Februar) sind dazu aufgefordert, die App im Kampf gegen die Ausbreitung von Corona in China zu nutzen.

Laut dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) sei die Nutzung allerdings nicht verbindlich, auch über eine Webseite sei es möglich, die Gesundheitsdaten und den Impfstatus zu übermitteln. Geimpfte Olympia-Teilnehmer umgehen die in China für alle Einreisenden verpflichtende mehrwöchige Quarantäne. Die App, so das IOC, sei aber »ein wichtiges Instrument im Werkzeugkasten der COVID-19-Gegenmaßnahmen«.

Die Experten aus Kanada berichten von mangelnder Verschlüsselung, von einer »einfachen, aber verheerenden Schwachstelle« in der Anwendung, in die auch Passdaten, tägliche Temperaturmessung vor der Abreise nach China und frühere Reisen eingetragen werden müssen. Zudem entdeckten die Forscher eine Liste mit 2422 aus chinesischer Sicht »illegalen« Schlagwörtern, die Zensur ermöglichen könne, aber noch nicht aktiviert sei. Dazugehören »Dalai Lama«, »Koran« oder »Tian’anmen«.

Auch interessant