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Showdown in Berlin

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Richtig zur Sache geht es zwischen den Eisbären Berlin (r., Matt White) und den Adlern aus Mannheim (David Wolf) im Kampf um den Finaleinzug in der DEL. © IMAGO

Red Bull München muss weiter auf seinen Finalgegner warten. Die Adler Mannheim haben sich ein fünftes und entscheidendes Duell gegen die Eisbären Berlin erkämpft.

Das Momentum scheint gekippt, eine der größten Aufholjagden der DEL-Geschichte ist möglich: Mit beeindruckender Nervenstärke und unbändigem Willen haben die Adler Mannheim im Playoff-Halbfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft gegen Titelverteidiger Eisbären Berlin ein fünftes und entscheidendes Spiel erzwungen. Doch die Kurpfälzer wollen mehr.

»Wir wussten, dass heute ein Do-or-die-Spiel ist«, sagte Siegtorschütze Markus Eisenschmid nach dem 4:3-Erfolg am Dienstagabend: »Genauso wie es das letzte war und wie es das nächste sein wird.« Der große Showdown um das Finalticket steigt am Donnerstag (19.30 Uhr/MagentaSport/Servus TV) in der Berliner Arena am Ostbahnhof. Red Bull München muss auf seinen Gegner noch ein bisschen warten.

Psychologisch sind die Mannheimer im Vorteil. Sie haben die Best-of-five-Serie nach einem 0:2-Rückstand ausgeglichen, während die Eisbären nach zwei vergebenen Matchbällen ins Grübeln geraten sind. »Für uns ist es an der Zeit, die Batterien aufzuladen«, sagte Berlins Trainer Serge Aubin, der von Verunsicherung in seinem Team nichts spürte: »Wir sind für den Moment bereit.«

Allerdings zeigte der Hauptrunden-Gewinner in Spiel vier ein paar Unkonzentriertheiten wie den Wechselfehler, der zu einem Gegentor führte. »Wenn wir diese Fehler nicht machen«, meinte Verteidiger Jonas Müller, »dann sieht es für uns auf jeden Fall besser aus.«

Doch auf der Gegenseite haben sich die Adler in der Halbfinalserie zu wahren »Playoff-Monstern« entwickelt. Er habe die Angst aus der Kabine verbannt, verriet Trainer Bill Stewart: »Wir haben es im Team diskutiert.« Negative Gedanken stünden auf dem Index, denn nur mit purem Optimismus und Vertrauen in die eigene Stärke könne man den DEL-Rekordmeister stürzen, so Stewart.

»Wenn du ein Champion bist, ist es etwas anderes als wenn du ein Team bist, das versucht, ein Champion zu werden«, veranschaulichte der Adler-Coach. Die Berliner um den achtmaligen Meister Frank Hördler wüssten, »wie man Titel gewinnt. Wenn sie den Druck erhöhen, dann solltest du es aushalten können - oder du verlierst«.

Der Kampf ums Finale wird also zur Nervenschlacht, denn spielerisch war auch vor 11 512 Zuschauern in der Mannheimer Arena kaum ein Qualitätsunterschied zu erkennen. »Das ist ein richtiger Wettkampf da draußen«, meinte Aubin anerkennend, und auch Stewart schwärmte: »Was beide Mannschaften abliefern, ist großartig für die Liga.«

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