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Sorgen wegen Corona und Preuß

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(sid). Das Training hat Franziska Preuß aufgenommen. Doch nach einer Fußverletzung und anschließender Corona-Infektion wird der Traum von einer Olympia-Medaille für die deutsche Biathlon-Frontfrau immer mehr zu einem Wettlauf gegen die Zeit.

»Ein gewisses Fragezeichen besteht noch bei Franziska Preuß. Wir werden von Tag zu Tag entscheiden, wie die Belastungsmöglichkeiten sind«, sagte Bernd Eisenbichler, Sportlicher Leiter des deutschen Biathlon-Teams, vor der Generalprobe in Antholz.

Beim Weltcup in Südtirol von Donnerstag bis Sonntag fehlt die 27-Jährige nach wie vor, ihr letztes Rennen bestritt Preuß vor fünfeinhalb Wochen in Hochfilzen. »Die Ausgangslage ist nicht optimal«, betonte Eisenbichler entsprechend, »aber sie ist eine erfahrene Athletin mit vielen Trainingsjahren. Wir wünschen ihr alle von ganzem Herzen, dass es in die richtige Richtung geht.«

Nach dem Weltcup steht in Antholz noch ein Höhentrainingslager an, bevor das DSV-Team am 31. Januar von Frankfurt zu den Winterspielen nach Peking (4. bis 20. Februar) fliegt. Bis dahin versuchen die deutschen Biathletinnen und Biathleten auf verschiedenen Wegen die Medaillen-Form zu finden. Man brauche »gewisse individuelle Lösungen, um sein Pensum absolvieren zu können«, so Eisenbichler.

Heißt im Detail: Johannes Kühn, einziger deutscher Sieger in dieser Saison, kehrt nach seinem positiven CoronaTest in der vergangenen Woche zurück. Er soll am Donnerstag im Einzel, am Samstag im Massenstart sowie am Sonntag in der Staffel an den Start gehen. Im Massenstart werden neben Kühn auch Benedikt Doll, in Ruhpolding Sprint-Zweiter, sowie Roman Rees laufen. David Zobel, Philipp Horn, Lucas Fratzscher und Justus Strelow sind zusätzlich zu Kühn und Doll im Einzel geplant. Erik Lesser und Philipp Nawrath setzen hingegen komplett aus.

Bei den Frauen startet Denise Herrmann genauso wie Vanessa Voigt ausschließlich im Massenstart am Sonntag. Außerdem sind Franziska Hildebrand, Marion Wiesensarter, Janina Hettich, Anna Weidel und Sophia Schneider dabei.

Gerade bei den Frauen waren ohne Preuß und die zuletzt formschwache Herrmann die Leistungen ausgeblieben. Viel mehr Aufregung herrscht da schon beim leidigen Thema Corona. Vor dem Weltcup in Antholz geht bei allen Teams die Angst vor einer Ansteckung um. »Jetzt kannst du dir keine Quarantäne mehr leisten«, sagte Lesser zuletzt.

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