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Sow krönt die Eintracht-Gala

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Der starke Djibril Sow bejubelt seinen Treffer zum 5:2-Endstand für die Eintracht, rechts eilt 4:2-Torschütze Kristijan Jakic zum Gratulieren herbei. © IMAGO

5:2 nach 0:2: Eintracht Frankfurt hat mit einem furiosen Heimsieg gegen Bayer Leverkusen ein Ausrufezeichen in der Fußball-Bundesliga gesetzt. »Wahnsinn, was die Jungs heute geleistet haben«, sagte ein stolzer Eintracht-Trainer Oliver Glasner. »Das war eine fantastische Leistung.«

Schon vor Abpfiff des Spektakels stimmten die Fans von Eintracht Frankfurt Sprechchöre an und jubelten ihrer Mannschaft zu. Mit einem furiosen 5:2 (2:2) haben die Hessen Bayer Leverkusen aus dem Stadion geschossen - trotz eines frühen 0:2-Rückstands.

»Unsere Mentalität ist unglaublich groß. Das war die Party, die wir schmeißen wollten. Das Spiel so zu drehen, ist sensationell«, sagte Frankfurts Christopher Lenz bei DAZN. Djibril Sow, einer der fünf Torschützen, ergänzte: »Wir hatten Chancen für sieben Tore gegen so einen starken Gegner, es war ein super Spiel.« Der starke Schweizer sorgte mit einem krachenden Distanzschuss (76.) für den Schlusspunkt, davor waren Tuta (23.), Jesper Lindström (30.) Evan Ndicka (50.) und Kristijan Jakic (66.) erfolgreich.

Dabei war Leverkusen ein Blitzstart gelungen: Patrik Schick (5., 22., Handelfmeter nach Videobeweis) erzielte seine Saisontore 13 und 14. Doch dem Frankfurter Sturmlauf hatte Bayer in der Folge wenig entgegenzusetzen. »Nach dem 2:0 war es eine Katastrophe von uns, wir haben gefühlt keinen Zweikampf mehr gewonnen. Am Ende hat Eintracht Frankfurt uns aufgefressen«, schimpfte Robert Andrich. Während Leverkusens Rückstand auf Tabellenführer Bayern München auf zehn Zähler anwuchs, kann Frankfurt langsam Richtung Europacupplätze schielen.

Unter der Woche hatte die Eintracht zum Absichern des Gruppensiegs in der Europa League am Donnerstag in Istanbul (1:1) mit voller Kapelle antreten müssen, Bayer-Coach Gerardo Seoane dagegen rotierte beim bedeutungslosen 0:1 in Budapest kräftig durch. Doch von fehlendem Rhythmus war vor 12 000 Zuschauern nichts zu spüren, nach einem Traumangriff über Florian Wirtz und Andrich vollstreckte Schick aus der Drehung. Und auch danach blieb Leverkusen am Drücker, brauchte allerdings für den zweiten Treffer einen Elfmeter nach Handspiel von Sow. Schick vollstreckte den 5000. Elfmeter der Bundesliga-Geschichte lässig in die Mitte.

Die Eintracht war bis zu diesem Zeitpunkt offensiv komplett abgemeldet - und hatte dann aus dem Nichts nur eine Minute später doch eine Antwort parat. Tuta traf nach einer Ecke aus dem Gewühl. Die Hessen wachten dadurch auf, wurden griffiger in den Zweikämpfen. Belohnung war der Ausgleich von Lindström nach 40-Meter-Traumpass von Sow.

Und die Eintracht blieb auch nach dem Wechsel dominant. Ndicka traf nach einer Ecke, Jakic und Sow machten den Deckel drauf. Rafael Borre (52.), Martin Hinteregger (53.), Filip Kostic (55.) und der eingewechselte Jens Petter Hauge (56.) ließen noch weitere Hochkaräter liegen. An der Jubelstimmung änderte das freilich nichts.

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