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Starke Bob-Frauen, schwache Ski-Herren

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Knapp drei Wochen vor den Olympischen Winterspielen sind einige deutsche Athleten schon gut in Form - andere haben bis zum Saisonhöhepunkt in Peking noch jede Menge zu tun - der Überblick vom Wochenende.

Biathlon: Platz zwei mit der Staffel gibt den deutschen Biathleten Selbstvertrauen für die Olympischen Winterspiele. Beim Heim-Weltcup in Ruhpolding leisteten sich Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll und Philipp Nawrath am Samstag lediglich zwei Nachlader und mussten nur Russland den Vortritt lassen. Zum Abschluss wurde Lesser in der Verfolgung am Sonntag Sechster, der Sprint-Zweite Benedikt Doll fiel auf Rang elf zurück. Bei den Frauen schaffte es Franziska Hildebrand als beste Deutsche auf Rang 20. Denise Herrmann trat mit Blick auf Olympia nicht an.

Skispringen: Nur eine Woche nach der heftigen Niederlage von Bischofshofen haben sich Deutschlands Skispringer mit einer starken Leistung zurückgemeldet. In der Besetzung Severin Freund, Stephan Leyhe, Markus Eisenbichler und Karl Geiger holte das Team am Samstag Platz zwei hinter den dominanten Slowenen. Auch im Einzel am Sonntag wurde Geiger Zweiter und musste sich nur Norwegens Marius Lindvik geschlagen geben. Abseits der Schanze gab es schlechte Nachrichten: Olympiasieger Andreas Wellinger spürte einen Stich im Knie und reiste vorzeitig aus Zakopane ab. Eine Diagnose gab es zunächst nicht.

Ski alpin: Kira Weidles famose Schussfahrt (siehe links) überstrahlte das ansonsten enttäuschende Wochenende aus deutscher Sicht. Lediglich Alexander Schmid verhinderte mit Platz 14 im Slalom in Wengen am Sonntag ein Komplett-Debakel und holte seine ersten Weltcup-Punkte in dieser Disziplin. Linus Straßer blieb im vierten Torlauf der Saison zum dritten Mal ohne Zähler. Zuvor hatte das Speed-Team in den Abfahrten am Lauberhorn geschlossen die Top 15 verpasst.

Nordische Kombination: Die deutschen Nordischen Kombinierer haben bis zum Saisonhöhepunkt in Peking noch jede Menge zu tun. Beim Heimspiel von Klingenthal gab es keine Podestplätze, obwohl der überragende Norweger Jarl Magnus Riiber nach einer Rückenverletzung fehlte. Stattdessen sicherte sich Österreichs Weltmeister Johannes Lamparter beide Tagessiege. Vor allem auf der Schanze haben die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch Steigerungspotenzial.

Bob: Francesco Friedrich hat das letzte Rennen vor Olympia verloren. Doch er kann es verschmerzen. Denn der Lette Oskars Kibermanis war auf der Natureisbahn in St. Moritz 0,16 Sekunden schneller und wurde auch Europameister. Dennoch holte sich Friedrich im Finallauf die Saisonbestzeit zurück. Den Gesamt-Weltcup in der Königsklasse hatte er schon eine Woche vorher in Winterberg abgesichert. Am Tag siegte Friedrich im kleinen Schlitten und holte die Kristallkugel im Gesamtweltcup. In Olympia-Form präsentierten sich die Frauen. Kim Kalicki holte den EM-Titel im Zweierbob. Beim deutschen Dreifacherfolg setzte sie sich mit Olympia-Anschieberin Lisa Buckwitz vor Mariama Jamanka durch. DPA

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