1. Startseite
  2. Sport
  3. Sportmix

Starke EM-Generalprobe

Erstellt: Aktualisiert:

_1SPOHSPORT9-B_142359_4c
Der Wetzlarer Till Klimpke (r.) stellt sich in seiner Heimspielstätte dem französischen Nationalspieler Hugo Descat (am Ball) entgegen. © DPA

Deutschland ist bereit für die Europameisterschaft. Gegen Olympiasieger Frankreich gelingt in letzter Sekunde ein Prestigesieg. Am Mittwoch geht es nach Bratislava, wo die DHB-Auswahl die Vorrunde bestreitet.

Deutschlands Handballer lagen sich nach der siegreichen EM-Generalprobe jubelnd in den Armen. Mit einem starken Auftritt im letzten EM-Test beim 35:34 (14:18) gegen Olympiasieger Frankreich am Sonntagabend in Wetzlar weckte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason Hoffnungen auf eine erfolgreiche Endrunde in Ungarn und der Slowakei.

»Das war ein Lehrspiel für uns«, sagte Gislason. »Ich weiß nicht so recht, wie ich das einordnen soll. Wir haben 13 technische Fehler gemacht, damit kannst du normalerweise gegen Frankreich nicht gewinnen. In der zweiten Halbzeit war es besser. Da kam eine sehr gute Leistung von der Mannschaft.« Bester deutscher Werfer war Rückraumspieler Kai Häfner mit acht Toren. »Natürlich tut uns der Sieg gut. Das ist ein schönes Gefühl«, sagte der Europameister von 2016. »Aber wir können auch einordnen, wie das zustande gekommen ist. Die erste Halbzeit war alles andere als gut.«

Am Mittwoch fliegt die DHB-Auswahl nach Bratislava, wo Belarus, Österreich und Polen die Vorrundengegner sind. »Wir nehmen mit, dass wir jeden schlagen können. Aber auch, dass wir schlecht aussehen können, wenn wir unsere Leistung nicht bringen, so wie in der ersten Halbzeit«, sagte Kapitän Johannes Golla.

Die deutsche Mannschaft begann zwar couragiert, bekam in der Abwehr in den ersten 30 Minuten aber kaum Zugriff auf die flinken Franzosen. So lag das DHB-Team von Beginn an im Rückstand, der beim 6:9 (14.) zum ersten Mal drei Tore betrug.

Die Gislason-Schützlinge ließen sich davon zunächst aber nicht beeindrucken. Mit einem 3:0-Lauf gelang innerhalb von sechs Minuten der Ausgleich. In dieser Phase passte fast alles im deutschen Spiel, das in der Folge jedoch zu fehleranfällig blieb.

Insbesondere in der Defensive wurden dem jungen deutschen Team vom siebenmaligen Weltmeister einige Grenzen aufgezeigt - zumal Torwart Till Klimpke von der HSG Wetzlar in seiner Heimspielstätte meistens nichts mehr retten konnte. Beim 10:14 (24.) lag die DHB-Auswahl mit vier Toren zurück. Zu allem Überfluss musste auch noch Spielmacher Philipp Weber vom Bundesliga-Spitzenreiter SC Magdeburg nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einer Schulterblessur vom Parkett. »Ich denke, es ist nicht zu schlimm«, gab Weber nach dem Abpfiff erste Entwarnung.

Um die Deckung zu stabilisieren, schickte Gislason schon kurz vor der Pause Andreas Wolff ins Tor. Der 30-Jährige vom polnischen Topclub Vive Kielce, der schon am vergangenen Freitag beim 30:26 gegen die Schweiz eine starke Leistung gezeigt hatte, war nach einer kurzen Anlaufphase wieder der erhoffte Rückhalt.

Insgesamt ging jetzt ein Ruck durchs deutsche Team. In der Abwehr wurde beherzter zugepackt und im Angriff drehte vor allem die Melsunger Rückraum-Achse Kai Häfner und Julius Kühn (5 Tore) auf. Beim 22:23 (40.) war der Anschluss geschafft. Fünf Minuten später ging der EM-Fünfte von 2020 beim 27:26 erstmals in Führung. In der spannenden Schlussphase bewahrte die deutsche Mannschaft die Nerven und feierte einen verdienten Erfolg.

Deutschland - Frankreich 35:34: Tore: Häfner (8), Schiller (5/1), Kühn (5), Steinert (4/2), Kastening (3), Heymann (3), Weber (3), Witzke (2), Golla (1), M‹Bengue (1) für Deutschland / Mahe (5), Fabregas (5), Descat (5/1), Kounkoud (4), Mem (4), Lenne (3), Nahi (2), Richardson (2), Minne (2), Tournat (2) für Frankreich.

(dpa). Das erste Endspiel steht für Novak Djokovic schon eine Woche vor dem Start der Australian Open an. Im Commonwealth Law Courts Building von Melbourne, nur rund drei Kilometer von der Rod Laver Arena entfernt, entscheidet sich ab Montagvormittag, ob der 34 Jahre alte Serbe in diesem Jahr überhaupt am Grand-Slam-Turnier im Melbourne Park teilnehmen darf. Dort, wo der Weltranglistenerste bereits neun Mal triumphieren konnte und sich in die Herzen der ihm inzwischen eher kritisch gegenüberstehenden australischen Tennis-Fans gespielt hat. Lehnt das Gericht seine Beschwerde gegen die verweigerte Einreise nach Australien ab, wird selbst bei einer möglichen Berufung die Zeit für einen Start knapp.

Seit Tagen beschäftigt die Tennis-Szene nur noch der Fall Djokovic. Die Turniersiege von Ashleigh Barty und Rafael Nadal am Sonntag? Sind allenfalls eine Randnotiz. Alles dreht sich nur um die Frage, ob Djokovic doch noch eine Einreisegenehmigung bekommt oder nicht.

Die Juristen auf beiden Seiten kämpfen mit harten Bandagen. Das Innenministerium versuchte am Wochenende mit einem Antrag, seine Aussage in der Verhandlung auf Mittwoch zu verschieben - die Gründe dafür blieben unklar. Richter Anthony Kelly lehnte das jedoch ab. Es bleibt beim ersten Showdown am Montag. Nach Djokovic (10 Uhr Ortszeit/0.00 Uhr MEZ) soll das Innenministerium (15 Uhr/5.00 Uhr) bis zu 120 Minuten lang seine Position klarmachen dürfen. Wann und ob am Montag eine Entscheidung fällt, blieb zunächst unklar.

Ein positiver Corona-Test aus dem Dezember 2021 soll Djokovic doch noch zu einer Teilnahme am ersten Grand-Slam-Event des Jahres verhelfen. Aus den Gerichtsdokumenten geht hervor, dass Djokovic am 16. Dezember 2021 zum zweiten Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden sein soll. Zudem gibt die Djokovic-Seite an, dass er deshalb am 30. Dezember eine Ausnahmegenehmigung zur Einreise erhalten habe.

(dpa). Der 1. FC Saarbrücken hat die Erfolgsserie von Triplesieger Borussia Düsseldorf im deutschen Tischtennis beendet. Nach dem Gewinn der Meisterschaft, der Champions League und des TTBL-Pokals in der vergangenen Saison verloren die Düsseldorfer diesmal am Samstagabend das Pokalfinale gegen die Mannschaft des deutschen Nationalspielers Patrick Franziska mit 1:3.

»Düsseldorf ist seit anderthalb Jahren die Übermacht. Daher sind wir megafroh und megastolz, dieses Finale für uns entschieden und damit den Pokal gewonnen zu haben«, sagte Franziska. Der Weltranglisten-17. holte in diesem Endspiel in Neu-Ulm den entscheidenden Punkt gegen Anton Källberg (3:1), nachdem er zuvor auch schon den zweiten Düsseldorfer Schweden Kristian Karlsson in 3:1 Sätzen besiegt hatte.

Die Borussia musste bei diesem Finalturnier verletzungsbedingt auf Rekord-Europameister Timo Boll verzichten.

_1SPOHSPORT9-B_142423_4c
Der achtfache Torschütze Kai Häfner setzt sich gegen die Franzosen Ludovic Fabregas (l.) und Benoît Kounkoud (r.) beim Test-35:34 in Wetzlar durch. © DPA

Auch interessant