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Starker Schmid holt Olympia-Ticket

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Alexander Schmid ist nach Rang sechs im Riesenslalom von Val d’Isere »mega, mega happy«. © IMAGO

(sid). Alexander Schmid war abgekämpft, aber glücklich: Mit einer hervorragenden Leistung auf einem äußerst anspruchsvollen Hang erkämpfte er sich das Olympia-Ticket - und sorgte aus Sicht der deutschen Alpinen für das einzige Highlight an einem schwierigen Wochenende. Linus Straßer verpatzte den ersten Slalom der Saison komplett, Kira Weidle fuhr im Super-G weiter hinterher.

Schmid aber zog seinen Plan beim Weltcup-Riesenslalom von Val d’Isere »genau durch« - und wurde mit Platz sechs sowie der Fahrkarte nach Peking belohnt. »Ich bin mega, mega happy, mir fällt ein Stein vom Herzen«, sagte er. Der Allgäuer war zuvor erst fünf Mal unter die ersten Zehn gefahren, dabei zweimal sogar auf das Podest - allerdings immer bei Parallel-Rennen. So gut wie am Samstag auf der steilen und ruppigen Face de Bellevarde schnitt er ansonsten nur einmal ab: 2017, auch auf dem Olympiaberg von 1992.

Von Sieger Marco Odermatt (Schweiz), der im Gesamtweltcup überlegen führt, trennten ihn 1,92 Sekunden. Mitnehmen konnte er den Schwung aber nicht: Im Slalom an gleicher Stelle schied Schmid aus. Noch bitterer verlief das erste Saisonrennen in seiner Spezialdisziplin für Straßer: Als 32. des ersten Laufs fehlten ihm neun Hundertstelsekunden zum Finale - ein Wimpernschlag. Ausgerechnet Teamkollege Julian Rauchfuss fuhr ihn aus den Top 30 und holte beim Sieg des Franzosen Clement Noel als 24. sein bestes Karriere-Resultat im Slalom. Das hatte er schon im »Riesen« als 22. geschafft. »Es war ein gutes Wochenende für mich«, sagte er zufrieden. Ganz anders Straßer. »Es war nicht einfach, mehr Kampf als gut Skifahren«, klagte der zuletzt von einer Magen-Darm-Erkrankung geschwächte Münchner über die schwierigen, weil ungleichen Pistenverhältnisse. »Linus«, meinte ARD-Experte Felix Neureuther, »war enttäuschend. Er hat massive Böcke drin gehabt.« Auch das Material habe wohl nicht gepasst.

Daran lag es bei Weidle nicht, die WM-Zweite in der Abfahrt offenbarte in St. Moritz erneut große Probleme in ihrer zweiten Disziplin. Platz 19 beim Sieg der Schweizerin Lara Gut-Behrami und schwieriger Sicht, Rang 29 beim Erfolg von Federica Brignone (Italien) auf wegen Windes verkürzter Piste - das war nicht ihr Anspruch. Nach dem zweiten Rennen schlug sie sich mit der Faust auf den Helm. Auch Gut-Behrami war da schon im Ziel - und das war nicht selbstverständlich. Sie stürzte schwer, rappelte sich aber auf und kam wohl mit dem Schrecken davon.

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