1. Startseite
  2. Sport
  3. Sportmix

Strafrunde kostet Podestplatz

Erstellt: Aktualisiert:

(dpa). Vanessa Hinz war untröstlich. Eine Strafrunde der erfahrenen Biathletin brachte die deutsche Frauen-Staffel beim Weltcup-Heimspiel am Freitag in Ruhpolding um den möglichen ersten Podestplatz des Olympia-Winters. Das Quartett mit Vanessa Voigt, Hinz, Franziska Hildebrand und Denise Herrmann musste sich drei Wochen vor den Spielen in Peking mit dem vierten Platz begnügen.

Nach einer Strafrunde und insgesamt fünf Nachladern betrug der Rückstand auf den souveränen Sieger Frankreich 1:26,6 Minuten. Platz zwei über 4x 6 Kilometer sicherte sich Schweden vor Russland.

»Es war ab dem ersten Schuss nur ein Kampf. Ich zittere, ich bekomme nicht eine Sekunde die Waffe ruhig«, sagte Hinz und musste zugeben: »Ich bin froh, dass ich nicht fünf Fehler geschossen habe. Mir tut es

brutal leid für die Staffel.«

Startläuferin Voigt begann tadellos und traf alle ihre zehn Schüsse. Mit gerade mal 18 Sekunden Rückstand auf Gold-Favorit Norwegen übergab sie an Hinz. Die dreimalige Weltmeisterin machte mit einem perfekten ersten Schießen Hoffnungen auf ein Top-Resultat, ehe sie in die Strafrunde musste. Stehend reichten auch drei Nachlader nicht. »Ich kann es mir nicht erklären«, sagte Hinz, die Hildebrand als 15. auf die Strecke schickte. Ohne Schießfehler brachte die 35-Jährige die Staffel wieder weiter nach vorne. Schlussläuferin Herrmann ging mit mehr als eineinhalb Minuten Rückstand als Neunte in die Loipe und riskierte am Schießstand alles. Trotz zwei Nachladern half ihr ein Kraftakt auf der Schlussrunde, dass nur 14,4 Sekunden zum Podestplatz fehlten.

Sorgen bereitet weiter der Gesundheitszustand von Franziska Preuß, die sich im Dezember bei einem Treppensturz am Sprunggelenk verletzte und sich später noch eine Corona-Infektion einfing.

Auch interessant