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Traum ist früh geplatzt

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Titelverteidiger Karl Geiger ist bei der Skiflug-WM schon zur Halbzeit aus dem Medaillenrennen. © DPA

(sid). Karl Geiger hämmerte gegen seinen Helm, winkte ab und schlich frustriert aus dem Auslauf: Der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung bei der Skiflug-WM im norwegischen Vikersund ist für den Oberstdorfer schon am ersten Tag krachend geplatzt. »Das ist sehr schade, es ärgert mich extrem. Ich hoffe, dass ich hier noch ein bisschen Spaß haben kann«, sagte Geiger in der ARD, nachdem er sich auf der größten Schanze der Welt schon zur Halbzeit als bester Deutscher mit Platz 13 aus dem Kampf um Gold verabschiedet hatte.

Bundestrainer Stefan Horngacher sprach ähnlich klare Worte. »Wir sind sehr geknickt und auf jeden Fall raus dem Medaillenrennen.« Zu Geiger, der bei ganz schwierigen Windverhältnissen auf 209,0 und 199,0 m (389,9 Punkte) kam, sagte er sehr deutlich: »Ihm ist kein Sprung gelungen«. Mit dem Kampf um die Medaillen werden die DSV-Adler am Samstag nichts mehr zu tun haben. Die Durchgänge drei und vier werden dann ab 16.30 Uhr (ARD und Eurosport) ausgetragen. Am Sonntag steht noch ein Mannschafts-Fliegen an.

Es führt zur Halbzeit der norwegische Olympiasieger Marius Lindvik (457,5), der 232,5 und 226,5 m sprang, vor Österreichs Weltrekordler Stefan Kraft (451,0) und dem Slowenen Domen Prevc (437,6).

Auch die weiteren Deutschen haben keine Chancen auf das Podest mehr. Der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler (Siegsdorf) flog auf 185,0 m und 204,5 m, damit liegt der WM-Dritte von 2020 auf Rang 22 (361,9). »Die Probe war nicht verkehrt, aber danach war es nur scheiße, was ich gemacht habe - das muss man ehrlich so sagen«, sagte Eisenbichler. Routinier Severin Freund (Rastbüchl), 2014 in Harrachov Weltmeister, belegt mit 206,5 und 209,0 m (385,3) Rang 14. Youngster Constantin Schmid (Oberaudorf) kam auf zweimal 206,0 m und Rang 15 (384,1) und meinte: »Teilweise war es hier unmöglich, zu springen.« Andreas Wellinger (Ruhpolding/216,5+ 187,5 m) liegt auf auf Platz 16. Bislang gab es ohnehin nur zwei Springer, die ihren Titel verteidigen konnten: Sven Hannawald gewann 2000 und 2002, der Norweger Roar Ljökelsöy siegte 2004 und 2006.

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