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Türkgücü stellt Insolvenzantrag

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(sid). Fußball-Drittligist Türkgücü München hat beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. »Bis zum Tag der Antragsstellung haben wir alles in unserer Macht stehende versucht, um diesen Schritt noch abzuwenden«, sagte Geschäftsführer Max Kothny.

Dem Klub, aktuell Tabellen-18., droht ein Neun-Punkte-Abzug und der Abstieg aus der 3. Liga. Das mittelfristige Ziel von Türkgücü war ursprünglich der Sprung in die 2. Bundesliga gewesen. In der DFB-Spielordnung heißt es: »Beantragt ein Klub der 3. Liga selbst die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen sich, werden der ersten Mannschaft neun Punkte aberkannt. Maßgeblich für diese Rechtsfolge ist der Insolvenzantrag, nicht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.«

Die Entscheidung obliegt für die 3. Liga in solchen Fällen dem DFB-Spielausschuss. Der Punktabzug wird erst vollzogen, »wenn der DFB-Spielausschuss eine offizielle Entscheidung getroffen hat. Ein exakter Zeitpunkt dafür kann nicht benannt werden«, hieß es vonseiten des Verbandes. Beim KFC Uerdingen wurde in der vergangenen Saison wegen der Corona-Krise aufgrund einer Ausnahmeregelung ein reduzierter Punktabzug von drei Zählern gewährt.

Klub-Präsident Hasan Kivran war offensichtlich nicht mehr bereit, die finanziellen Löcher zu schließen. Nach Medien-Informationen stehen die Januar-Gehälter für die Profis noch aus.

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