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Unruhe beim FC Bayern

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Noch steht beim FC Bayern eine Vertragsverlängerung mit Topstürmer Robert Lewandowski aus. © IMAGO

(sid). Es sind unruhige Zeiten beim FC Bayern - wieder einmal. Sportlich läuft die Rückrunde der Fußball-Bundesliga längst nicht nach Wunsch. Der einst komfortable Vorsprung auf Verfolger Dortmund ist auf vier Punkte geschrumpft. Zu allem Überfluss verletzte sich nun auch noch Abwehrchef Niklas Süle (Muskelfaserriss im Oberschenkel). Vor allem aber wird der Rekordmeister von den Diskussionen und Spekulationen über die sportliche Zukunft seiner Stars Robert Lewandowski, Thomas Müller, Manuel Neuer und Serge Gnabry in Atem gehalten.

Deren Verträge laufen 2023 aus.

Die Münchner Verantwortlichen geben sich trotz des Wirbels (noch) entspannt. »Grundsätzlich hat sich der FC Bayern noch nie treiben lassen, weder von irgendwelchen Schlagzeilen noch von permanenten Gerüchten«, betonte Präsident Herbert Hainer am Donnerstag im »kicker«. Der FC Bayern wisse im sportlichen Bereich genau, stellte auch Vorstandschef Oliver Kahn in »Münchner Merkur/tz« klar, »was wir wollen. Unser Ziel ist es, in jeder Saison die Champions League gewinnen zu können. Dazu gehören sowohl weitere gezielte Verstärkungen unserer Mannschaft als auch Vertragsgespräche mit unseren Spielern.« Und dabei, konterte Kahn alle Kritiker, lasse man sich »nicht von außen unter Druck setzen«.

Den gibt es aber durchaus. So sagte jetzt etwa Lewandowskis Berater Pini Zahavi im »kicker«, dass es »noch keinen Kontakt zum FC Bayern gibt«. Zudem verbreitete Sky-Experte Jan-Aage Fjörtoft, der wiede-rum Dortmunds Torjäger Erling Haaland nahesteht, dass Lewandowski den FC Bayern im Sommer unbedingt verlassen wolle. Als Nachfolger soll - natürlich - Haaland kommen.

Kahn selbst bestätigte zuletzt immerhin ein Treffen mit Mino Raiola, dem Berater des BVB-Torjägers. Über Inhalte der Gespräche werde er sich nicht äußern, sagte der Bayern-Boss bei Sky. Und Haaland sei ein Spieler von Borussia Dortmund, »ich habe immer wieder betont, dass ich ungern über Spieler anderer Vereine spreche.« Muss er gar nicht. Die Gerüchteküche brodelt so oder so.

Umso mehr sind die Bayern bemüht, in den Wochen der Wahrheit nicht allzu viel Unruhe aufkommen zu lassen. Es werde, so Hainer, »auch nicht immer alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Unsere sportliche Leitung ist im kontinuierlichen Austausch mit unseren Spielern und führt zu den entsprechenden Zeiten die Vertragsverhandlungen.«

Und überhaupt wisse ein Robert Lewandowski, unterstrich der Münchner Präsident, »dass wir alle ihn hier beim FC Bayern über die Maßen schätzen. Das Gleiche gilt für Manuel Neuer und Thomas Müller«. Der Klub gehe, führte Hainer aus, »die Gespräche ganz entspannt an. Es ist noch genügend Zeit.«

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