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Voller Fokus auf Benfica

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Trotz des 3:1-Siegs in Portugal sieht Liverpools Trainer Jürgen Klopp die Reds noch nicht im Halbfinale. © AFP

(sid). Jürgen Klopp blendete die Gedanken an Pep Guardiola und den nächsten »Schwergewichts-Kampf« aus. »Das einzige Spiel, an das ich denke, ist das gegen Benfica«, sagte der Fußball-Teammanager des FC Liverpool vor dem Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale am Mittwoch (21 Uhr/DAZN). Zwischen zwei Kracher-Duellen gegen Manchester City wollte Klopp die Portugiesen keinesfalls als Sparringspartner verstanden wissen.

»Das ist so tricky wie ein 2:0«, sagte er zum 3:1-Vorsprung aus dem Hinspiel in Lissabon: »Eine gute Basis. Wenn sie ein Tor schießen, wir haben es gegen Inter gesehen, ändert sich das Spiel.« Schon im Achtelfinale gegen Inter Mailand hatte Liverpool nach dem ersten Duell mit 2:0 geführt, kam nach einer 0:1-Niederlage im Rückspiel nur knapp weiter.

Wesentlich heikler ist die Aufgabe für Guardiola und City am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) bei den Betonmischern von Atletico Madrid, die das Hinspiel in Manchester »nur« 0:1 verloren hatten und aufblühen, wenn es um alles geht. Seine Mannschaft, so der Katalane, sei aber fit. Abwehrchef Ruben Dias ist nach Oberschenkelverletzung wieder dabei und der Traum vom Henkelpott überdeckt die generelle Erschöpfung. »Wir sind so nah am Halbfinale, wir können verlieren, weil wir eine schlechte Leistung zeigen oder der Gegner besser ist«, so Guardiola, »aber wir sind nicht müde.«

In dieser Saisonphase ist jeder Fehler entscheidend, jede Partie ein Finale. »Wir sehen es als ein sehr wichtiges Spiel für uns«, sagte Klopp zum Duell mit Benfica: »Wir haben letztes Jahr so hart versucht, uns für die Champions League zu qualifizieren, und jetzt können wir es bis ins Halbfinale schaffen, was unglaublich ist.« Liverpool jagt immer noch das Quadruple, wobei sie den League Cup bereits gewonnen haben. In der Premier League blieb der Rückstand auf City nach dem spektakulären 2:2 vom Sonntag bei einem Punkt und auch im FA-Cup-Halbfinale am Samstag muss Klopp an Guardiola vorbei. Angesichts der Belastung stehen die Zeichen für Benfica auf Rotation, wobei der Liverpooler Luxus-Kader genug Optionen von Weltformat bietet. »Das nächste Spiel hat keinen Einfluss auf die Aufstellung für morgen«, so Klopp, »aber das letzte Spiel schon, also müssen wir abwarten«.

Ein Stolperstein auf dem Weg zum ewigen Ruhm kann Benfica auf jeden Fall sein, das wurde Klopp am Dienstag nicht müde zu betonen. Schließlich setzte Lissabon die Reds schon im Hinspiel nach dem zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer gehörig unter Druck. Klopp will den Zuschauerfaktor dagegensetzen: »Ich bin sicher, während des Spiels (des Hinspiels/d. Red.) haben sie gedacht: ›Das war ganz gut, wir waren nah dran.‹ Aber jetzt kommt die schlechte Nachricht für Benfica: Es ist Anfield. Sie spielen nicht nur gegen uns. Sie spielen gegen das ganze Publikum.«

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