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Weidle überrascht als Super-G-Siebte

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(sid). Ein strahlendes Lächeln im Gesicht und Tennis-Superstar Roger Federer im Arm - für Kira Weidle hätte es beim Super-G im schweizerischen Lenzerheide kaum schöner laufen können. »Was für ein Tag! Ich weiß nicht, was besser ist: meine persönliche Bestleistung und die erste Top-10-Platzierung im Super-G oder das Treffen mit Roger Federer, dem Größten aller Zeiten«, schrieb die 26-Jährige nach ihrem magischen Federer-Moment unter ein Instagram-Bild und versah den Post mit einem Herzchen-Smiley.

Auf Rang sieben hatte Weidle zuvor im Super-G ein ungewohntes Erfolgserlebnis gefeiert - und das eine Woche nach ihrem kapitalen Trainingssturz in Crans Montana. Die Abfahrts-Vizeweltmeisterin kämpfte zwar noch mit einigen gesundheitlichen Nachwehen, dennoch gelang ihr das beste Karriere-Ergebnis in dieser Disziplin - und das auch noch vor den Augen von »Riesen-Skifan« Federer. Was will man mehr!

Federer, der fünf Minuten von der »Piste Silvano Beltrametti« entfernt wohnt, sah allerdings auch eine Vielzahl von Stürzen, von den ersten zehn Starterinnen kamen nur fünf ins Ziel. »Das Rennen war schwierig, das hat mir schon leidgetan«, sagte er. Weidle nutzte beim Überraschungssieg der Französin Romane Miradoli, die vor Mikaela Shiffrin triumphierte, die Gunst der Stunde.

Für Shiffrin war es nach dem Olympia-Debakel ein Befreiungsschlag. Am Sonntag wurde die Amerikanerin beim Riesenslalom, den Tessa Worley gewann, zudem Vierte. Shiffrin setzte sich im engen Kampf um den Gesamtweltcup am Wochenende 116 Punkte von ihrer großen Kontrahentin Petra Vlhova (Slowakei) ab.

Bei den Männern belegte Romed Baumann im norwegischen Kvitfjell am Sonntag im Super-G als bester DSV-Rennläufer Rang zehn. »Das war ein etwas versöhnlicher Abschluss nach den zwei durchwachsenen Abfahrten. Natürlich hätte ich mir mehr erhofft, aber es ist eben so. Jetzt heißt es Kräfte bündeln und noch einmal voll angreifen«, sagte Baumann. Andreas Sander sprach nach Rang 13 von einer »ganz guten Leistung«.

Emotional war es bereits am Samstag beim Abschied von Lokalmatador Kjetil Jansrud geworden. Der 36-Jährige, Olympiasieger im Super-G 2014 und Abfahrts-Weltmeister 2019, wurde im Zielraum minutenlang von Teamkollegen, Rivalen und Fans gefeiert.

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